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Boston (USA) – Zendaya (29, „Spiderman“) ist zurück im Kino und sorgt mit „The Drama“ für ordentlich Gesprächsstoff. Gemeinsam mit Robert Pattinson (39, „The Batman“) stehen hier zwei der größten Stars der Branche vor der Kamera. Wer jetzt eine lockere Romcom über ein neues Hollywood-Traumpaar erwartet, liegt allerdings daneben. Denn was zunächst als harmlose Liebesgeschichte beginnt, kippt schon nach rund 30 Minuten in eine völlig andere Richtung. Ein düsteres Geheimnis kommt ans Licht, das schon jetzt in den USA wild diskutiert wird.
Zendaya und Pattinson spielen Emma und Charlie, ein Paar, das kurz vor der Hochzeit steht. Kennenlernen, Verlobung, Zukunftspläne. Alles läuft nach Plan. Doch bei einem gemeinsamen Abend mit Freunden beginnen sie ein Spiel und stellen eine scheinbar harmlose Frage: Was ist das Schlimmste, das man je getan hat? Alle erzählen unangenehme Geschichten aus ihrer Vergangenheit. Doch als Emma an der Reihe ist, übertrifft ihre Antwort alles. Die Stimmung kippt sofort, plötzlich ist nichts mehr wie vorher.

Robert Pattinson spielt Charlie, Zendaya seine Verlobte Emma. Zu Beginn wirkt alles wie die perfekte Liebe
Foto: AP
Ein Moment stellt alles auf den Kopf
Was als lockeres Gespräch beginnt, wird zum Wendepunkt. Eine Antwort aus der Vergangenheit sorgt dafür, dass Charlie seine Verlobte mit völlig neuen Augen sieht. Vertrauen bröckelt, Nähe fühlt sich nicht mehr selbstverständlich an, selbst kleine Situationen werden belastend. Der Film zeigt eindrücklich, wie schnell ein verborgenes Kapitel alles ins Wanken bringen kann und wie fragil selbst eine scheinbar perfekte Beziehung ist. Dabei geht es neben dem konkreten Auslöser auch um die Frage dahinter: Kann man einen Menschen wirklich kennen oder liebt man am Ende nur das Bild, das man sich von ihm gemacht hat?
+++ Achtung, Spoiler! Dieser Artikel nähert sich dem Geheimnis von Emma, ohne den zentralen Auslöser, was der Kern dessen ist. +++

Was bleibt von der Liebe, wenn neue Zweifel plötzlich alles überlagern?
Foto: AP
Riesiges Drama um „The Drama“
Schon nach rund 30 Minuten wird klar, warum der Film so polarisiert und es Drama um „The Drama“ gibt. Er greift das besonders in den USA hochaktuelle und sensible Thema Waffengewalt auf. Das ist der Grund, warum in Branchenkreisen und Foren Triggerwarnungen für den Filmplot gefordert werden. Opfer von Waffengewalt äußern sich bereits schockiert, etwa im Gespräch mit dem Online-Portal TMZ. Gleichzeitig werden Medien und Filmkritiker – so auch BILD – dazu angehalten, den zentralen Auslöser (warum es zwischen Emma und Charlie kippt) nicht konkret zu spoilern.

„The Drama“ (in Deutschland: „Das Drama – Noch einmal auf Anfang“) läuft seit dem 2. April in den deutschen Kinos
Foto: A24
Trotz der Schwere überrascht der Film mit einem ungewöhnlichen Ton. Szenen kippen immer wieder ins Unangenehme und wirken so absurd, dass man fast lachen muss, obwohl einem eigentlich nicht danach ist.
Zendaya und Pattinson tragen den Film mit starken Leistungen. Beide spielen intensiv und glaubwürdig, zeigen Figuren, die emotional immer weiter an ihre Grenzen geraten. „The Drama“ ist kein klassischer Liebesfilm, sondern eine ungewöhnliche Mischung aus Beziehungsgeschichte und Provokation.