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Pulheim – „Bares für Rares“ ist seit Jahren eine echte Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Horst Lichter (64) führt hier regelmäßig durch skurrile, faszinierende und manchmal auch fragwürdige Raritäten. In der heutigen Ausgabe gibt es wieder jede Menge denkwürdiger Fundstücke mit spannenden Herkunftsgeschichten.

BILD stellt Ihnen im Folgenden das Highlight der heutigen Folge vor und zeigt außerdem, welche weiteren Raritäten am Donnerstag, dem 2. April 2026, versteigert werden.

Das ist das Highlight der Folge von heute

In der heutigen Ausgabe bringt Stefan (63) aus Telgte bei Münster zwei männliche Schaufensterpuppen mit ins Pulheimer Walzwerk. Über 20 Jahre lang befanden sich die Figuren in seinem Besitz, nachdem sie einst aus einem aufgegebenen Herrenausstatterladen vor dem Müll gerettet wurden.

Experte Detlev Kümmel (52) erkennt sofort die Besonderheit der ungewöhnlichen Stücke. Die Puppen bestehen aus einem interessanten Materialmix: Die Gelenkarme aus Buchenholz tragen den Stempel „D.R.G.M.“ (Deutsches Reichsgebrauchsmuster), was auf eine Herstellung zwischen 1891 und 1945 schließen lässt. Torso und Beine hingegen bestehen aus frühem Kunststoff und stammen aus den 1950er-Jahren, erkennbar am Vermerk „Made in West Germany“.

Im Wert völlig unterschätzt: Andrea wünschte sich gerade einmal 750 Euro für ihren Schatz

Diese Schaufensterpuppe erinnert an Hollywood-Star Clark Gable

Foto: ZDF

Besonders auffällig ist eine der Figuren: Frisur und Schnurrbart erinnern deutlich an Hollywood-Star Clark Gable (59†). Auch der gute Zustand der Puppen überzeugt, da vergleichbare Stücke häufig stark beschädigt sind. Stefan hatte sich ursprünglich 100 bis 150 Euro pro Figur erhofft.

Die Überraschung folgt bei der Expertise: Detlev Kümmel taxiert den Wert auf 300 bis 400 Euro pro Puppe. Im Händlerraum eröffnet Christian Vechtel (50) das Bietergefecht mit 100 Euro und erhält schließlich den Zuschlag für 400 Euro. Stefan zeigt sich zufrieden, ein Dachbodenfund, der seine Erwartungen am Ende übertrifft.

Alle weiteren Raritäten vom 2. April 2026

Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten von heute und was die Einschätzung des Expertenteams von „Bares für Rares“ dazu ist:

Andachtsbild: Mustafa (23) und Mergim (28) aus Sinzig/Bad Breisig entdeckten beim Entrümpeln eines Hauses einen Holzschnitt auf Papier, der die Schwarze Madonna von Einsiedeln zeigt. Das Werk aus der Mitte des 18. Jahrhunderts wäre andernfalls im Müll gelandet. Expertenschätzung: Colmar Schulte-Goltz (52) schätzte den Wert auf 180 bis 250 Euro.

Art-déco-Puderdose: Agnes aus Kleve brachte ein Erbstück ihrer Mutter mit: eine silberne (950er) Puderdose von „Leroy et Fils“ mit Goldauflage und fünf Rubin-Cabochons. Das Stück stammt aus der Zeit um 1930. Expertenschätzung: Wendela Horz (56) taxierte den Wert auf rund 1.000 Euro.

Bronzeplastik „Ritter im Lanzenkampf“: Angela und ihre Tochter Katharina aus Haltern wollten eine geerbte Bronzeplastik des Künstlers Albert Hinrich Hussmann verkaufen. Das Werk wurde zwischen 1900 und 1919 von Gladenbeck und Sohn gefertigt und zeigt zwei Ritter im Kampf. Expertenschätzung: Colmar Schulte-Goltz bewertete die Bronze mit 1.700 bis 2.000 Euro.

Goldschmuck-Set: Roswitha und Manuela aus Kempen präsentierten ein Schmuck-Set aus Ring und Brosche aus 585er-Gold. Die Stücke aus den 1950er-Jahren sind mit dunkelgrünen Turmalinen und kleinen Diamanten besetzt und stammen aus der Werkstatt des Goldschmieds Albert Zeeck. Expertenschätzung: Wendela Horz schätzte das Ensemble auf 1.000 bis 1.200 Euro.

Ob und für wie viel Geld die Stücke über den Händlertresen gehen, erfahren Sie in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ um 15:05 Uhr im ZDF.