Der Nutzfahrzeughersteller erwartet einen schwachen Jahresauftakt mit niedrigeren Margen in Nordamerika, treibt aber gleichzeitig die Transformation zu Wasserstoff und Elektromobilität voran.
Der Nutzfahrzeughersteller treibt den Umbau hin zu emissionsfreien Antrieben mit Hochdruck voran. Gleichzeitig trüben verhaltene Prognosen für das erste Quartal die Stimmung. Anleger müssen abwägen, wie schwer die erwartete Margenschwäche im nordamerikanischen Markt im Vergleich zu den strategischen Fortschritten bei Wasserstoff und E-Bussen wiegt.
Margendruck in Nordamerika
Die Deutsche Bank dämpft die Erwartungen für die anstehenden Quartalszahlen. Zwar bestätigte Analyst Nicolai Kempf am Donnerstag seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 49 Euro, rechnet aber über alle Geschäftsbereiche hinweg mit einem schwachen Jahresauftakt. Als Hauptgrund nennt der Experte den wichtigen nordamerikanischen Markt. Dort dürften trotz stabiler Umsätze deutlich niedrigere Margen anfallen.
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Abseits des kurzfristigen operativen Geschäfts forciert der Konzern den Technologiewechsel. Bei Daimler Buses läuft die Produktion von Diesel-Stadtbussen bis Mai 2029 komplett aus. Die Stuttgarter wollen ihre im vergangenen Jahr erreichte Marktführerschaft bei Elektrobus-Neuzulassungen in Deutschland mit dem Modell eCitaro weiter ausbauen.
Auch bei schweren Lkw formieren sich neue Allianzen. Toyota unterzeichnete am Dienstag eine Absichtserklärung, um als gleichberechtigter Partner in das Brennstoffzellen-Joint-Venture cellcentric einzusteigen. Bisher treibt Daimler Truck die Skalierung von Wasserstoffantrieben in diesem Konsortium ausschließlich gemeinsam mit der Volvo Group voran.
Asien-Integration abgeschlossen
Zudem schloss das Unternehmen am Mittwoch die Neustrukturierung seines Asiengeschäfts ab. Die Tochter Mitsubishi Fuso wurde in die neu gegründete ARCHION Corporation integriert. Daimler Truck hält nun rund 25 Prozent an dem im Prime Market der Tokioter Börse notierten Gemeinschaftsunternehmen. Personell verstärkt sich der Konzern ab Oktober mit Yvonne Bettkober, die von Audi als neue Arbeitsdirektorin in den Vorstand wechselt.
Die offizielle Vorlage der Q1-Kennzahlen wird zeigen, in welchem Ausmaß die prognostizierte Margenschwäche in Nordamerika das Konzernergebnis tatsächlich belastet. Eine strenge Kostendisziplin im Kerngeschäft bleibt die zwingende Voraussetzung, um die parallel laufenden Investitionen in das Wasserstoff-Konsortium und den Ausbau der Elektromobilität zu finanzieren.
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