Nach Explosionen in einem ICE in Nordrhein-Westfalen schließen die Ermittler ein politisches Motiv nicht
aus. „Aufgrund der vorgefundenen Beweismittel und der bisherigen
Erkenntnisse über die Person kann das derzeit nicht ausgeschlossen
werden“, sagte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf.

Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Gegen den 20-jährigen Verdächtigen erließ ein Ermittlungsrichter in Aachen einen Haftbefehl. Nach Auskunft der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf kommt der Verdächtige nun in Untersuchungshaft. Der
Haftbefehl laute unter anderem auf den Verdacht des versuchten Mordes,
der gefährlichen Körperverletzung und Verstöße gegen das
Sprengstoffgesetz.

Die Hintergründe des
Vorfalls und die Motive des Verdächtigen sind noch unklar. Nach Angaben
der Generalstaatsanwaltschaft gibt es Erkenntnisse, dass der Mann „dem rechten
Spektrum“ zuzuordnen sei. Zugleich gebe es Hinweise auf eine psychische
Erkrankung des Mannes.

Reisende hielten mutmaßlichen Täter in Zugtoilette fest

Der 20-Jährige soll am Donnerstag Explosionen in einem ICE auf dem Weg von Aachen nach Frankfurt am Main ausgelöst haben. Die Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass es sich um Sprengvorrichtungen handelte. Erst waren sie von Pyrotechnik ausgegangen.

Der mutmaßliche Täter sei von Reisenden in
einer Zugtoilette eingeschlossen worden, bis er von der Polizei am Bahnhof Siegburg/Bonn festgenommen wurde, teilte die Polizei mit. Der Zug mit rund 180
Fahrgästen wurde geräumt und ein Teil des Bahnhofsgeländes vorsorglich
gesperrt. Bei der Durchsuchung des Mannes
fanden die Beamten unter anderem eine Maske und zwei Messer.

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