„Der unverwechselbare Kollegah-Sound trifft auf die neue Ära von Felix Blume“ – so wird das neue Album auf der eben erwähnten Website beschrieben. Die heute erschienene Doppel-Single, bestehend aus dem Intro und dem Titeltrack von „Alpha DNA“, vermittelt einen ersten Eindruck davon, wie diese versprochene Mischung klingt.
Gleich zu Beginn des Musikvideos wird aber erstmal die vor Kurzem veröffentlichte SZ-Recherche aufgegriffen, die Kollegahs potenzielle Kontakte ins rechtsextreme Milieu thematisierte. Das hatte einen medialen Aufruhr zur Folge, mit dem der Rapper in dem Video in einem Bunker konfrontiert wird. „Was tun, Herr Blume?“, wird er von einer anwesenden Person gefragt. Seine Antwort: „Jetzt erst recht.“ Später folgt eine Line, die in eine ähnliche Kerbe schlägt. „Lass die Linksextremen reden“, rappt Kollegah. Ähnlich „wie ’ne Skinhead-Gang mit Baseys in der Innenstadt von Dresden“ würden die nämlich ohnehin „mit der Nazikeule“ kommen.
Auffällig: Über beide Tracks hinweg setzt er immer wieder Spitzen gegen unseren Bundeskanzler. So betont Kollegah beispielsweise, dass er real sei und „nicht irgend so ’ne BlackRock-Marionette“. Merz saß bis 2020 im Aufsichtsrat des Finanzriesen. Zudem droht Kolle nicht nur einmal, den Kanzler in den „Nahkampf zwingen“ zu wollen.