Der GAK 1902 will den Sieges-Schwung aus den Qualigruppen-Auftaktpartien vor der Länderspielpause, mit Triumphen gegen den WAC (2:0) und in Innsbruck gegen die WSG Tirol (5:1), am Karsamstag, dem 4. April (17 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) in der 25. Runde der Bundesliga-Saison 2025/26 gegen den FC Blau-Weiß Linz mitnehmen. Mit dem dritten Dreier en suite würden die Grazer Athletiker den Vorsprung auf das Schlusslicht auf komfortable neun Punkte ausbauen und Chancen auf das BL-Europacup-Play-off verstärken. Vor der Partie äußerten sich GAK-Cheftrainer Ferdinand Feldhofer und der Ex-Blau-Weiße Tobias Koch.

Wiedersehen für Tobias Koch mit seinem Ex-Klub FC Blau-Weiß Linz, mit dem der 24-jährige Steirer in der Saison 2023/24 den Aufstieg in die Bundesliga schaffte und für den der Mittelfeldspieler von 2021 bis 2024 in drei Spielzeiten 83 Pflichtpartien (acht Tore und elf Assists) absolvierte. Am Ostermontag wird der GAK-Vizekapitän 25 Jahre jung und möchte sich zwei Tage zuvor mit einem Heimsieg der Rotjacken ein vorweggenommenes Geburtstagsgeschenk bereiten.
Ohne Kapitän Daniel Maderner gegen FC Blau-Weiß Linz
Ferdinand Feldhofer (Cheftrainer GAK 1902) über…
…die Kadersituation nach der Länderspielpause:
„Bei den Langzeitverletzten Yannik Oberleitner (Knie-OP) und Zeteny Jano (Bänderriss) hat sich nichts verändert, sie fallen weiter bis Saisonende aus. Hinzugekommen sind Thomas Schiestl, Arbnor Prenqi und Tim Paumgartner, die kleinere Blessuren haben. Da gilt es beim einen und anderen abzuwarten, wie lange es dann wirklich dauert.
Von den zurückgekehrten Nationalteamspielern ist Mathias Olesen topfit. Stand jetzt grünes Licht bei ihm. Bei Jacob Italiano, und das ist auch so mit ihm abgesprochen, muss man abwarten, wie er den Jetlag verträgt und wie es ihm dann wirklich geht. Dazu kommt natürlich noch unser gesperrter Kapitän Daniel Maderner.“
…den Ausfall des ohnehin gesperrten, aber auch angeschlagenen Daniel Maderner, der im Testspiel gegen Kapfenberg vom Platz humpelte:
„Er ist leicht angeschlagen und wir sind noch mittendrin zwecks Abklärung. Wir wollten diese Woche auch kein Risiko gehen und deswegen haben wir ihn aus dem Training rausgelassen. Wir werden bei ihm dann nächste Woche schauen.“
…wie schwer es wiegt, dass nach zwei Siegen die Länderspielpause folgte:
„Das wird man sehen. Wir brauchen uns dadurch nicht nervös machen oder irgendwelche Gründe finden, warum es am Samstag nicht klappen sollte, dass wir gewinnen. Ganz im Gegenteil. Wir haben Selbstvertrauen getankt. Ein Fragezeichen war natürlich, wie die Nationalteamspieler zurückkommen. Wir haben die Pause auch gut genützt, um mal zwei, drei Tage durchzuschnaufen. Zuletzt im Training habe ich dann gesehen, dass wir bereit sind.
Es hat sich nichts an unserer Herangehensweise geändert, dass wir ein Heimspiel haben im Unteren Play-off. Wie ich schon vor drei Wochen gesagt habe, ist es immer unser Anspruch, dass wir diese Spiele gewinnen. Speziell mit unseren Fans im Rücken. Wir hoffen natürlich, dass am Karsamstag und speziell vor dem nächsten wichtigen Spiel, ein paar Zuschauer mehr kommen wie beim letzten Heimspiel. Ich finde, dass die Jungs sich das auch verdient hätten.
Trotzdem finde ich, dass wir bei dem nahezu perfekten Start in das Untere Play-off von den Punkten her und auch vom Auftreten her aufpassen müssen, um nicht zu euphorisch zu werden. Wir wissen, dass jedes Spiel wichtig ist. Das einzige was sich verändert hat, ist die Ausgangssituation. Es ist kein Zweikampf mehr, sondern alle in der Qualigruppe sind beteiligt im Abstiegskampf. Deswegen ist es noch wichtiger, dass man in jedem Spiel an seine Leistungsgrenze kommt und bestmöglich auftritt. Für uns gilt, die eigenen Leistung abzurufen. Wir wissen aber auch und haben auch so viel Selbstvertrauen, dass wir dann jeden Gegner schlagen können.“

„Es wird ein Wahnsinns-Druckspiel“
…ob er bei einem Sieg und damit neun Punkten Vorsprung auf Blau-Weiß Linz noch mehr auf die Euphoriebremse steigen muss:
„Ich steige garnicht auf die Euphoriebremse. Ganz im Gegenteil. Es war zuletzt ein guter Schritt, dass wir in einer Art und Weise richtig viele Tore erzielt und für den Gegner ganz wenig zugelassen haben an Chancen. Auch anhand der Statistiken kann man analysieren, dass wir da auf einem guten Weg sind. Das heißt aber nicht, dass wir gegen Blau-Weiß Linz irgendwie träumen brauchen.
Wir wissen, was uns erwartet. Es wird viele Zweikämpfe, viele lange Bälle, viele zweite Bälle geben. Es wird ein Wahnsinns-Druckspiel, wie jedes Spiel im unteren Play-off. Für das müssen wir bereit sein und reingehen, als wäre es das letzte Spiel und unsere letzte Chance, dass wir die Liga halten.“
…die taktische Ausrichtung und das richtige Maß zwischen Ruhe und Risiko:
„Wir sind wirklich gut beraten, dass wir jedes Spiel extra hernehmen. Die Vergangenheit war jetzt sehr gut. Aber wir brauchen nicht träumen. Es wird uns keiner etwas schenken. Ganz im Gegenteil. Sie werden mit nochmehr Motivation gegen uns antreten.
Wir müssen schauen, dass wir uns von äußeren Umständen nicht beeinflussen lassen und unsere Leistungsgrenze erreichen. Dass wir den Fokus, die Energie und den Zusammenhalt ganz hoch halten. Das sind die Schlüssel, die wir jetzt brauchen. Dann ist es auch möglich, dass man solche Siege einfährt wie in der Vergangenheit.“
„Es ist kein Zweikampf mehr zwischen Blau-Weiß Linz und uns“
…ob der FC Blau-Weiß Linz mehr Druck hat:
„Es ist kein Zweikampf mehr zwischen Blau-Weiß Linz und uns. Es sind andere bei der Party dabei. Das haben wir mit unseren Auftritten erreicht bzw. auch durch die anderen Ergebnisse. Ich weiß nicht wie Blau-Weiß Linz denkt.
Doch ich weiß, wenn wir nicht mit 100 Prozent positivem Mindset, Bereitschaft und Hingabe in das Spiel gehen, Probleme bekommen werden. Aber ich traue es unseren Jungs nach der genommenen Entwicklung auch zu, dass wir wieder zuhause eine Topleistung bringen können.“
„Es ist ein sehr, sehr besonderes Spiel für mich“
Tobias Koch (Vizekapitän GAK 1902) über…
…seinen Oster-Wunsch:
„Natürlich ein Sieg gegen Blau-Weiß Linz. Das kann dann auch ein Wunsch für meinen Geburtstag am Ostermontag sein. Ich hoffe, dass da die Mannschaft und auch ich dem Verein einen Sieg bescheren.“
…wie weit es wirklich für ihn ein besonderes Spiel ist gegen den Ex-Klub:
„Es ist sehr, sehr besonderes Spiel für mich. Ich kenne ja noch einige Spieler dort. Es gibt da einen Stamm mit vier, fünf Spielern wie Maranda, Briedl, Pirkl. Mit denen bin ich noch aufgestiegen. Der Aufstieg in die Bundesliga war bisher mein Karriere-Highlight. Ich verstehe mich auch noch richtig gut mit den Jungs. Aber die Besonderheit des Spiels schieben wir dann mal beiseite und schauen, dass wir am Wochenende gewinnen. Das ist das einzig Wichtige für uns.“
Siehe auch:
Bundesliga-Vorschau Runde 25: Gelingt GAK 1902 und SK Rapid dritter Dreier?
Baumis Bundesliga-Expertentipp für Rd. 25: Drei Heimdreier, zwei Remis und ein Auswärtssieg
Um Big-Points! FC Blau-Weiß Linz zu Gast beim GAK 1902
Fotocredit: RiPu-Sportfotos