Während die Luftgüte-Messungen der Landes-Taskforce laufen und das Material aus den vier gesperrten Steinbrüchen eingehend getestet wird, hat der Wasserverband im Süden einen weiteren Aspekt vorsorglich beleuchtet und abgeklärt: Im Zuge von Tests wurde kein Asbest im Trinkwasser nachgewiesen, betonte Christian Portschy, Geschäftsführer des WVSB (Wasserverband Südliches Burgenland). Er sieht durch die Untersuchungen die hohe Qualität des Trinkwassers bestätigt.

Der Wasserverband habe sich nach den Berichten über Asbestfunde in der Region zu einer Eigenkontrolle entschieden, wurde erläutert. Die untersuchten Proben wurden bewusst aus den Hochbehältern Rumpersdorf, Goberling und Parapatitschberg entnommen, die sich in der Nähe der seit Anfang Jänner gesperrten Steinbrüche befinden.

„Absolut null!“

Das Ergebnis der rasterelektronenmikroskopischen Untersuchungen sei eindeutig: „In unserem Wasser sind keinerlei Spuren von Asbest oder künstlichen Mineralfasern nachweisbar – absolut null“, hielt Portschy fest. Grundsätzlich wäre es möglich, dass Asbestfasern auch in Wasserquellen gelangen, die zur Trinkwasserversorgung genutzt werden. Passieren könnte das laut Weltgesundheitsorganisation etwa durch die natürliche Erosion asbesthaltiger Gesteine sowie durch menschliche Nutzung.

Erste Ergebnisse, weitere Messungen: „Keine akute Asbest-Gefahr“

Taskforce macht weiter

In der Zwischenzeit wird auch verstärkt über die nach wie vor andauernde Sperre der Steinbrüche diskutiert. Wie es nach den Gesteins-Untersuchungen und deren Ergebnis weitergeht, sei Sache der Behörden, haben die Taskforce-Sprecher bereits bekanntgegeben. Die Sperre wird damit auf jeden Fall noch andauern.