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Paris – Unbekannte Aktivisten haben im weltberühmten Louvre den mittlerweile weltbekannten Schnappschuss eines Reuters-Fotografen von Andrew Mountbatten-Windsor neben alte Meister gehängt.
Mitten im Louvre, wenige Meter von der Mona Lisa entfernt, klebten Guerilla-Aktivisten am Sonntag ein gerahmtes Foto des früheren britischen Royals an eine Museumswand – ganz so, als gehöre es zur normalen Sammlung. Nur 15 Minuten blieb das Werk dort hängen, bis es wieder entfernt wurde.

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Auf dem Bild ist Mountbatten-Windsor zu sehen, wie er sichtlich erschöpft und in einem Wagen sitzend die Polizeistation in Aylsham in der Grafschaft Norfolk am Donnerstagabend verlässt – sein Gesicht gezeichnet, der Kragen zerknittert. Dazu der provokante Titel (angelehnt an die dazugehörige Schlagzeile der britischen Zeitung „The Sun“): „He’s Sweating Now“ – frei übersetzt: „Jetzt schwitzt er“.

Das Aktionsbündnis „Everyone Hates Elon“ steckt hinter der provokanten Aktion in dem weltbekannten Pariser Museum

Das Aktionsbündnis „Everyone Hates Elon“ steckt hinter der provokanten Aktion in dem weltbekannten Pariser Museum

Foto: Nicolas Coupe/REUTERS

„Wir zeigen ihm, wie die Welt ihn wirklich sieht!“

Das Aktionsbündnis dahinter nennt sich „Everyone Hates Elon“ – eine britische Aktivistengruppe, die eigentlich gegen Superreiche und Machthaber protestiert, aber nun den Epstein-Skandal um den ehemaligen Royal thematisiert. „Wir dachten, wir zeigen dem Ex-Prinzen, wie die Welt ihn in Erinnerung behalten wird“, heißt es in ihrem Instagram-Video. Im Clip sieht man schaulustige Besucher, die lachen, fotografieren und nicht glauben können, dass plötzlich ein royales „Kunstwerk“ zwischen Leonardo da Vinci und antiken Meisterwerken hängt.

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Andrew – der mittlerweile wieder seinen bürgerlichen Namen nutzt – wurde am 19. Februar von der britischen Polizei verhaftet. Der Vorwurf: „Fehlverhalten in Ausübung öffentlicher Funktionen“ – konkret soll er als früherer Handelsbeauftragter vertrauliche Regierungsinformationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben haben.

In dem Video zur Aktion ist der Aktivist zu sehen, der das „Gemälde“ anbringt

In dem Video zur Aktion ist der Aktivist zu sehen, der das „Gemälde“ anbringt

Foto: everyonehateselon_/Instagram

Er verbrachte rund 11 Stunden in Polizeigewahrsam, wurde später aber wieder freigelassen – die Ermittlungen laufen weiter. Die neuen „Epstein-Files“, die von US-Behörden veröffentlicht wurden, enthalten Millionen von Dokumenten, die angeblich belegen sollen, dass Andrew nicht nur persönliche Verbindungen zu Epstein pflegte, sondern auch inoffiziell sensible Informationen weitergab – etwa über Wirtschaftsdelegationen nach Asien.

BILD-Reporter vor der Polizei-Station : Chauffeur, Mittagessen und Tee für Andrew

Quelle: AP, Reuters20.02.2026