TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Washington – In der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump (79) geht die Einwanderungsbehörde ICE härter gegen illegale Migranten vor. Jetzt gingen den Beamten zwei Frauen ins Netz, welche die meisten Beobachter wohl eher nicht in den USA erwartet hätten: Laut einem Medienbericht hat ICE die Nichte und Großnichte des im Jahr 2020 getöteten iranischen Generals Qasem Soleimani festgenommen. Er wird von den Mullahs bis heute als Märtyrer verehrt.

Die beiden Frauen seien in ICE-Gewahrsam genommen worden, nachdem das Außenministerium ihre Green Cards für ungültig erklärt habe, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Das heißt: Die Nichte und Großnichte des berüchtigten Generals hatten wohl eine offizielle Aufenthaltserlaubnis in den USA. Für Außenstehende mag das verwundern, da laut Ministerium zumindest eine Nichte in den sozialen Medien ihre Unterstützung für das „totalitäre, terroristische Regime im Iran“ bekundet habe. Stimmen die Vorwürfe, dann hätte die Nichte das freie Leben in den USA genossen, um dort Stimmung für das unterdrückerische Regime im Iran zu machen.

Weiteres Einreiseverbot verhängt

Bereits vor der jetzt erfolgten Festnahme habe US-Außenminister Marco Rubio (54) beiden Frauen die Aufenthaltserlaubnis entzogen. Und: Neben der Soleimani-Nichte stand wohl auch ihr Ehemann im Visier der US-Behörden. Gegen ihn sei ebenfalls ein Einreiseverbot verhängt worden, hieß es aus dem Außenministerium. Der Grund: Nähe zum Mullah-Regime. Unklar ist bislang, wie der Iran auf die Festnahmen reagiert.

Mehr zum Thema

Denn: Soleimani war nicht nur Kommandeur der Auslandseinheit der Revolutionsgarden, der sogenannten Al-Kuds-Brigaden, sondern auch einer der bekanntesten Köpfe des Regimes überhaupt. Er koordinierte die Kriege Teherans in Syrien und im Libanon und unterstützte die Terror-Milizen Hisbollah und Hamas. Die USA hatten Soleimani auf Anordnung von Trump in dessen erster Amtszeit im Januar 2020 mit einer Drohne getötet – also lange vor dem jetzigen Iran-Krieg. Soleimani hielt sich damals zu einem Besuch im Irak auf, wo er sich mit Vertretern schiitischer Milizen traf. Washington begründete den Angriff damals damit, dass Soleimani Anschläge auf US-Einrichtungen geplant habe.