Der deutsche Leitindex startet mit geopolitischen Spannungen und überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten ins verlängerte Wochenende. Die Volatilität steigt deutlich.

Der DAX geht mit schwerem Gepäck ins verlängerte Osterwochenende. Während die Frankfurter Börse feiertagsbedingt geschlossen bleibt, haben sich die Rahmenbedingungen seit dem letzten Xetra-Schluss bei 23.168 Punkten deutlich verschlechtert.

Trump-Ultimatum und Arbeitsmarkt-Überraschung

Zwei Entwicklungen dominieren das Geschehen. Erstens: US-Präsident Trump stellte dem Iran ein 48-Stunden-Ultimatum — der WTI-Ölpreis schoss daraufhin um über elf Prozent auf 111,54 Dollar pro Barrel nach oben. Zweitens lieferte der US-Arbeitsmarkt am Freitag einen Schock in die andere Richtung: 178.000 neu geschaffene Stellen statt der erwarteten 60.000. Eine überhitzte US-Wirtschaft kombiniert mit geopolitischer Eskalation — das ist kein günstiges Umfeld für Zinssenkungshoffnungen bei EZB oder Fed.

Am Donnerstag selbst war die Volatilität bereits spürbar. Der Index rutschte zwischenzeitlich bis auf 22.678 Punkte, erholte sich am Nachmittag aber über die 23.000-Punkte-Marke. Der VDAX-NEW kletterte auf 27,71 Punkte — ein Niveau, das historisch erhöhte Nervosität am Markt signalisiert.

Sollten Anleger jetzt Gewinne mitnehmen? Oder ist DAX noch einen Einstieg wert?

Unter den Einzelwerten gab es klare Gewinner und Verlierer. Deutsche Börse legte 1,91 Prozent zu, da Analysten von Barclays und Jefferies auf die steigende Volatilität als Kurstreiber für den Börsenbetreiber hinwiesen. E.ON gewann als defensiver Wert 2,20 Prozent. Auf der anderen Seite litten zinssensitive Titel: Deutsche Telekom verlor 3,36 Prozent, Infineon 2,96 Prozent. Deutsche Bank und Commerzbank gaben jeweils rund 2,5 Prozent nach.

Kritische Marken zur Wiedereröffnung

Technisch bleibt die Lage angespannt. Der DAX notiert unter seinem 20-Tage-Durchschnitt, das kurzfristige Momentum zeigt nach unten. Die Abwärtslücke vom 19. März fungiert weiterhin als Widerstand. Fällt die Unterstützung bei 22.620 Punkten, öffnet sich Raum bis 22.200 Punkte.

Zusätzlich drückt der erstarkte Dollar auf 1,0850 USD/EUR die zehnjährigen Treasury-Renditen auf 4,42 Prozent — ein Belastungsfaktor für importabhängige Sektoren wie Automobil und Chemie, die im DAX stark vertreten sind.

Da die US-Börsen am Montag öffnen, während Frankfurt noch pausiert, droht deutschen institutionellen Anlegern eine Informationslücke. Erste Absicherungsgeschäfte über den Optionsmarkt waren bereits am Donnerstagabend erkennbar — das Put-Call-Verhältnis für DAX-Optionen stieg auf 1,12. Zur Wiedereröffnung am Dienstag dürfte die Verteidigung der 22.800-Punkte-Marke im Mittelpunkt stehen. Verstreicht das Iran-Ultimatum ohne diplomatische Lösung, steigt der Druck auf eine volatile Eröffnung erheblich.

DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 04. April liefert die Antwort:

Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen…