Evelyn Burdecki über digitale Gewalt

„Dann ziehe ich erst recht ein Oberteil mit Ausschnitt an“

05.04.2026 – 02:03 UhrLesedauer: 2 Min.

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Evelyn Burdecki: Die Moderatorin hat ihre eigenen Erfahrungen mit digitaler Gewalt gemacht. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann)

Digitale Gewalt hat auch Reality-Star Evelyn Burdecki erlebt. Sie berichtet von Anfeindungen und Drohungen.

„Ich glaube, es gibt wahnsinnig viele Frauen, die sich nicht trauen, weil sie Angst haben, dass ihnen nicht geglaubt wird oder dass es dadurch noch schlimmer wird“, sagte Burdecki in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Umso bemerkenswert sei es, wenn eine Frau wie Collien Fernandes aufstehe und sage „So, bis hierhin und nicht weiter“.

Frauen sähen durch die öffentliche Debatte, dass sie den Mund aufmachen dürfen und sagen, was ihnen passiert ist, so der Reality-TV-Star. Sie selbst habe schlechte Erfahrungen mit digitaler Gewalt. „Ich bekomme ständig Dick Pics (Penis-Bilder, Anm. d. Red), sexuelle Angebote, widerliche Nachrichten. Da schreiben Männer Sachen wie: ‚Wenn ich dich auf der Straße sehe, ziehe ich dich aus.'“

Realitystar Burdecki sprach von „ekelhaften Dingen“, die sie erfahren musste. „Das ist schlimm und macht viel mit einer Frau“, sagte die 37-Jährige. Meist blockiere sie Absender, wenn es sehr schlimm sei, melde sie diese auch. Sie glaube auch daran, dass es abschrecken würde, wenn sie die Nachrichten öffentlich macht. Allerdings benutzen viele Absender einen Fake-Namen, das würde den Effekt verringern. Sie unterstützt es, wenn Menschen auf die Straße gehen und sagen, sie lassen sich das nicht mehr gefallen.

Sie selbst lasse sich nicht von Männern verbieten, was sie macht. „Warum soll ich plötzlich mit Rollkragenpullover rumlaufen, nur weil sich irgendein Typ wegen meines Dekolletés danebenbenimmt oder mich dumm anmacht? Dann ziehe ich erst recht ein Oberteil mit Ausschnitt an“, sagte sie.