Abschied zweier Legenden
Letzter „Tatort“ für Batic und Leitmayr: Kommt am Ende der Knall?
05.04.2026 – 08:11 UhrLesedauer: 2 Min.
„Tatort“-Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl: Nach 100 Folgen machen die TV-Ermittler Schluss. (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)
100 Folgen, eine Milliarde Zuschauer – am Osterwochenende läuft die letzte „Tatort“-Doppelfolge mit Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec. Das sagen die beiden Stars dazu.
Am 5. und 6. April sind Udo Wachtveitl (67) und Miroslav Nemec (71) jeweils um 20.15 Uhr im Ersten zum letzten Mal als Münchner „Tatort“-Kommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic zu sehen.
Die Doppelfolge trägt den Titel „Unvergänglich“. Im letzten Fall müssen die beiden Kommissare den Tod einer Frau aufklären, deren Leiche in einem U-Bahn-Schacht gefunden wird. Wie im echten Leben steuern Batic und Leitmayr auf ihre Pension zu – im Film haben sie nur vier Tage, um den Fall zu lösen.
In 35 Jahren haben Wachtveitl und Nemec gemeinsam 100 Folgen gedreht. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks haben sie damit insgesamt eine Milliarde Zuschauer erreicht.
Am Ostermontag folgt im Anschluss an Teil zwei die Dokumentation „Batic und Leitmayr – Die Zwei vom ‚Tatort‘ sagen Servus“. Wie die Geschichte der beiden Kommissare endet, hat der BR bislang nicht verraten.
Ihren ersten gemeinsamen Auftritt hatten Batic und Leitmayr am Neujahrstag 1991 in der Episode „Animals“. Damals las Batic im Auto Kontaktanzeigen vor, Leitmayr krümelte den Beifahrersitz voll. Es folgten Dutzende Fälle – von „Starkbier“ (1999) über den „Viktualienmarkt“ (2000) bis zur „letzten Wiesn“ (2015).
Dass es so weit kommen würde, war anfangs nicht absehbar. Wachtveitl erinnerte sich nach der Abschieds-Ankündigung des BR: „Die Mauer war so gerade gefallen, als der BR uns für wenigstens sechs Folgen verpflichten wollte. Das war uns viel zu lang, viel zu unübersichtlich. Man einigte sich auf das berühmte „Jetzt-schau“n-mer-mal“.“ Und weiter: „Und dann haben wir geschaut, über dreißig Jahre lang. Die Zuschauer auch, zum Glück.“
Für die letzte Folge haben die Filmemacher ein Symbol aus der allerersten Episode zurückgebracht: den roten Porsche, den Leitmayr in jungen Jahren fuhr. Eine der letzten Szenen, die Wachtveitl und Nemec drehten, spielte in genau diesem Auto.
Wie die Figuren aus der Serie ausscheiden, wollten die Schauspieler mitbestimmen. Nemec sagte beim Dreh der letzten Folge: „Wir haben uns gewünscht, dass sie leben, also dass sie Freude am Leben haben und deswegen haben wir gesagt, das müsste nicht sofort zum Tod führen, letal werden. Aber das steht dann immerhin noch der Redaktion zu. Und es kann immer noch Überraschungen geben.“
Die Nachfolge ist geregelt. Ferdinand Hofer, der seit mehr als zehn Jahren als Assistent Kalli Hammermann zu sehen war, ermittelt künftig als Kommissar – an der Seite von Carlo Ljubek als SEK-Schichtleiter Nikola Buvak. Zwei Filme haben die beiden bereits abgedreht, Ausstrahlungstermine stehen noch nicht fest. Den Unterschied zu seinen Vorgängern beschrieb Hofer am Rande der Premiere an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film knapp: „schwarze Haare und nicht mehr graue“.
