5.04.2026 08:00
(Akt. 5.04.2026 08:00)

Forschung zeigt: Weniger Süßes verändert kaum etwas
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Viele verzichten auf Zucker für die Gesundheit. Doch eine neue Studie zeigt: Weniger süßer Geschmack verändert weder Vorlieben noch wichtige Gesundheitswerte. Der entscheidende Faktor liegt woanders.
Vorlieben bleiben gleich
Eine internationale Studie stellt gängige Ernährungsempfehlungen infrage. Forschende der Bournemouth University und der Wageningen University untersuchten, ob sich die Vorliebe für Süßes langfristig verändern lässt.
Das zentrale Ergebnis:
Auch nach Monaten mit deutlich weniger süßen Lebensmitteln bleibt die Vorliebe nahezu unverändert.
Die Studie wurde im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht.

Weniger Süßes bedeutet nicht automatisch bessere Gesundheitswerte
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180 Personen, drei Ernährungsformen
An der Untersuchung nahmen 180 gesunde Erwachsene teil. Sie wurden in drei Gruppen eingeteilt:
wenig süßer Geschmack
mittlere Süße
hohe Süße
Über sechs Monate erhielten die Teilnehmenden teilweise vorgegebene Mahlzeiten. Rund die Hälfte der täglichen Ernährung wurde kontrolliert.
Die Süße kam aus unterschiedlichen Quellen:
Zucker
kalorienarme Süßstoffe
natürliche Lebensmittel wie Obst und Milchprodukte

Süße kann aus Zucker, Süßstoffen oder natürlichen Quellen stammen
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Untersucht wurden unter anderem:
Geschmacksvorlieben
Energieaufnahme
Körpergewicht
Blut- und Urinwerte
Kein Effekt auf Gewicht und Gesundheit
Trotz klar unterschiedlicher Ernährungsweisen zeigte sich ein überraschend klares Bild:
keine signifikanten Unterschiede beim Körpergewicht
keine Unterschiede bei Diabetes- oder Herz-Kreislauf-Markern
ähnliche Kalorienaufnahme in allen Gruppen
Auch die Vorliebe für Süßes blieb stabil.
Rückkehr zu alten Gewohnheiten
Nach der sechsmonatigen Phase näherten sich die Gruppen wieder an. Viele Teilnehmende kehrten zu ihrem ursprünglichen Konsum zurück.
Die Studie deutet darauf hin, dass sich Ernährungsgewohnheiten beim Thema Süße nur schwer dauerhaft verändern lassen.
Was wirklich entscheidend ist
Laut Studienautorin Katherine Appleton zielen viele Ernährungsempfehlungen darauf ab, die Süße generell zu reduzieren.
Die Ergebnisse liefern dafür jedoch keine klare Unterstützung.
Stattdessen rückt ein anderer Punkt in den Fokus:
Entscheidend ist die Menge an Zucker
nicht der süße Geschmack an sich
Auch nicht süß schmeckende Produkte können viel Zucker enthalten
Natürlich süße Lebensmittel können gesundheitliche Vorteile haben

Süßer Geschmack allein sagt wenig über die gesundheitliche Wirkung aus
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Fokus verschiebt sich
Die Forschenden empfehlen, Ernährungsempfehlungen stärker auf den tatsächlichen Zuckerkonsum auszurichten.
Der reine Verzicht auf süßen Geschmack allein zeigt laut Studie keinen messbaren Nutzen.
Info
Die Studie untersuchte gesunde Erwachsene. Sie analysiert den Einfluss von süßem Geschmack, nicht gezielt den Verzicht auf Zucker im Alltag.