Apple dreht seine KI-Strategie grundlegend um. Statt auf exklusive Partnerschaften zu setzen, öffnet der Konzern Siri künftig für externe Anbieter wie Google Ge
Apple dreht seine KI-Strategie grundlegend um. Statt auf exklusive Partnerschaften zu setzen, öffnet der Konzern Siri künftig für externe Anbieter wie Google Gemini und Anthropic Claude — und verdient dabei gleich mit.
Die neue Siri-Architektur
Mit iOS 27 soll ein sogenanntes „Extensions“-System eingeführt werden. Nutzer können dann heruntergeladene KI-Apps direkt mit Siri verknüpfen, sodass der Assistent Antworten aus externen Quellen bezieht. Bislang hatte Apple nach einer internen Evaluation ChatGPT als bevorzugten Partner ausgewählt — ein Modell, das nun durch eine offene Plattformstrategie ersetzt wird.
Der Vorteil: Apple muss keine langwierigen Einzelverhandlungen mehr führen, um neue KI-Technologien zu integrieren. Gleichzeitig kassiert der Konzern für jede Drittanbieter-App die übliche App-Store-Provision von 30 Prozent — eine neue Einnahmequelle, die sich direkt aus der Öffnung ergibt. Die offiziellen Ankündigungen werden für die WWDC 2026 vom 8. bis 12. Juni erwartet.
Quartalszahlen und Gegenwind
Am 30. April legt Apple die Ergebnisse des zweiten Geschäftsquartals 2026 vor. CFO Kevan Parekh hatte ein Umsatzwachstum von 13 bis 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr in Aussicht gestellt, was einem Erlös zwischen 107,8 und 110,7 Milliarden Dollar entspräche. Die Latte liegt hoch: Im ersten Quartal erzielte Apple einen Rekordumsatz von 143,8 Milliarden Dollar, das iPhone-Geschäft wuchs um 23 Prozent auf 85,3 Milliarden Dollar.
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Belastend wirken weiterhin Lieferengpässe bei Komponenten, deren Margendruck laut Apple im März-Quartal besonders spürbar sein dürfte. Hinzu kommt das Zollrisiko: Rund 90 Prozent der iPhones werden in China gefertigt. Analysten von Simply Wall St. schätzen, dass eine vollständige Weitergabe der Zollkosten an Verbraucher den iPhone-Preis von derzeit 1.199 auf etwa 2.150 Dollar treiben könnte. Apple hat bislang rund 3,3 Milliarden Dollar an Zollkosten selbst absorbiert.
Als politische Absicherung hat der Konzern ein 500-Milliarden-Dollar-Investitionsprogramm in den USA angekündigt, darunter den Kauf von über 100 Millionen Chips aus TSMCs Arizona-Fabrik sowie eine neue Serverproduktionsstätte in Houston.
Analysten gespalten
Morgan-Stanley-Analyst Erik Woodring bekräftigt sein „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 315 Dollar und verweist auf Apples Marktstellung sowie die langfristige Gewinnentwicklung. Zurückhaltender zeigt sich Barton Crockett von Rosenblatt Securities mit einem „Neutral“-Rating und einem Kursziel von 268 Dollar.
Positiv fällt eine Morgan-Stanley-Umfrage vom März 2026 auf: Die globale iPhone-Upgrade-Bereitschaft lag bei 37 Prozent — ein Allzeithoch in der Erhebungsgeschichte. In China stieg der Wert sogar um neun Prozentpunkte auf ein Rekordhoch. Mit den Quartalszahlen am 30. April und der WWDC Anfang Juni stehen in den nächsten zwei Monaten gleich zwei bedeutende Kurstreiber an.
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