Chinas Behörden bestellen Alibabas Tochter Taotian ein, was zu massiven Nettoverkäufen und technischer Schwäche der Aktie führt. Institutionelle Investoren zeigen sich uneins.

Chinas Behörden haben Alibabas E-Commerce-Tochter Taotian Group zu Gesprächen einbestellt — und der Markt reagierte prompt. Sechs Handelstage in Folge trennten sich Southbound-Fonds netto von der Aktie, die am 2. April um mehr als 3 Prozent nachgab.

Regulatorischer Druck auf Taotian

Im Mittelpunkt der Behördengespräche standen mutmaßliche Verstöße beim Marketing importierter Nahrungsergänzungsmittel über den grenzüberschreitenden E-Commerce. Neben Taotian wurden auch Plattformen wie Douyin und Xiaohongshu einbestellt. Beteiligt waren das staatliche Lebensmittelsicherheitsbüro, die Marktaufsichtsbehörde sowie die Zollverwaltung — eine ungewöhnlich breite Behördenkoalition.

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Das hinterließ Spuren: Am 4. April verzeichnete Alibaba über den Stock-Connect-Kanal Shenzhen Nettoverkäufe von 259 Millionen Hongkong-Dollar — der höchste Nettoverkaufsbetrag aller gehandelten Titel an diesem Tag.

Technische Schwäche, gemischte Institutionelle

Auch das technische Bild trübt sich ein. Der Kurs fiel unter den gleitenden 5-Tage-Durchschnitt, und der Anteil der Leerverkäufe am Gesamtumsatz schnellte auf 56,32 Prozent — ein Anstieg von 171 Prozent gegenüber dem Vortag und 37 Prozent über dem Monatsdurchschnitt.

Auf institutioneller Seite zeigt sich ein uneinheitliches Bild. QV Investors reduzierte seine Position im vierten Quartal 2025 um knapp 20 Prozent. Capital World Investors hingegen stockte im dritten Quartal massiv auf — um mehr als 1.000 Prozent auf rund 6 Millionen Aktien im Wert von über einer Milliarde US-Dollar.

Strategische Investitionen laufen weiter

Ungeachtet des regulatorischen Gegenwinds investiert Alibaba weiter in sein Ökosystem. Das Unternehmen führte eine Finanzierungsrunde über 500 Millionen Renminbi in das Medizintechnik-Startup StairMed an. Auf Zwölf-Monats-Sicht hat die Marktkapitalisierung trotz der jüngsten Schwäche um rund 77 Prozent zugelegt — der kurzfristige Gegenwind trifft damit eine Aktie, die sich langfristig deutlich erholt hat.

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