Die IG Metall fordert eine Aufweichung des EU-Verbrenner-Aus, was Porsche in seiner teuren Strategiewende entgegenkommt. Das Unternehmen verzeichnete 2025 massive Sonderbelastungen und einen Margeneinbruch.
Die IG Metall hat am 3. April die EU aufgefordert, das geplante Verbrenner-Aus deutlich aufzuweichen — und trifft damit einen Nerv bei Porsche. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller steckt mitten in einer kostspieligen Strategiewende, die das vergangene Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gedrückt hat. Mehr Zeit für Verbrenner und Hybride käme da zur rechten Zeit.
Ein teurer Richtungswechsel
Die Zahlen für 2025 sprechen eine klare Sprache: Der Umsatz fiel um knapp zehn Prozent auf 36,3 Milliarden Euro, die operative Marge kollabierte von 14,1 auf 1,1 Prozent. Hinter diesem Einbruch stecken Sonderbelastungen von insgesamt rund 3,9 Milliarden Euro — verursacht durch die Neuausrichtung der Antriebsstrategie (2,4 Milliarden Euro), batteriebedingte Abschreibungen (700 Millionen Euro) und US-Zölle (weitere 700 Millionen Euro).
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CEO Michael Leiters hatte bereits reagiert und die ursprünglichen Elektrifizierungspläne gestreckt. Verbrenner und Hybride sollen länger im Portfolio bleiben, als ursprünglich geplant. Die IG-Metall-Chefin Christiane Benner unterstützt genau diesen Kurs: Sie forderte, dass Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Reichweitenverstärker auch nach 2035 ausreichende Marktchancen erhalten — mehr Spielraum, als der aktuelle EU-Kommissionsentwurf vorsieht.
Charttechnik fragil, Analysten geduldig
Am Aktienmarkt spiegelt sich die Unsicherheit noch deutlich wider. Am 2. April durchbrach die Aktie den 38-Tage-Durchschnitt nach unten — ein technisches Warnsignal. Das 52-Wochentief von 35,62 Euro vom 23. März liegt zwar hinter ihr; zuletzt notierte das Papier um 39,40 Euro, bleibt damit aber weit vom Jahreshoch bei 49,71 Euro entfernt.
JPMorgan hält dennoch an der Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 50 Euro fest und setzt darauf, dass die Fokussierung auf margenstarke Verbrenner-Derivate mittelfristig greift. Konkrete Details zur Kostensenkung erwartet der Markt beim Kapitalmarkttag im dritten Quartal 2026.
Trotz des drastisch gesunkenen Gewinns schlägt das Management der Hauptversammlung eine Dividende von 1,01 Euro je Vorzugsaktie vor — nach 2,31 Euro im Vorjahr. Ein Signal, dass der Vorstand die finanzielle Basis für stabil genug hält, um Aktionäre nicht ganz leer ausgehen zu lassen. Ob die Marge bis zum Kapitalmarkttag erste Erholungszeichen zeigt, wird darüber entscheiden, wie überzeugend die neue Strategie beim Markt ankommt.
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