Die Automation Management Plattform (AMP) wird künftig die Basis für die Automatisierung von Robotern im gesamten Portfolio von Kuka bilden.

Die Automation Management Plattform (AMP) wird die Basis für die zukünftige Automatisierung von Robotern im gesamten Portfolio von Kuka bilden. Sie kombiniert die Robotik‑Expertise des Herstellers mit einer neuen Software‑ und KI‑Architektur. „AMP wird unsere grundlegende Technologieebene sein, um Roboter, Flotten, Zellen und digitale Zwillinge über Fabriken, Warenlager und kommerzielle Umgebungen hinweg zu orchestrieren“, erklärt Melonee Wise, Chief Software & AI Product Officer von Kuka. Die Plattform verbindet die physische mit der digitalen Welt und ermöglicht intent‑basierte Robotik (Roboter erkennen die Absicht oder das gewünschte Ziel des Menschen und leiten daraus selbstständig passende Handlungen ab), intelligente Flottensteuerung und skalierbare, KI‑getriebene Automatisierung – und das mit sehr hoher Geschwindigkeit.

Industrieroboter sind heute in der Lage, identische Bewegungsabläufe mit sehr hoher Präzision zu wiederholen. Ändern sich jedoch die Bedingungen, sind Anpassungen oft mit zusätzlichem Konfigurationsaufwand, spezialisierten Fachkenntnissen und fragmentierten Tool‑Landschaften verbunden. „Während AI‑first Robotics in Laborumgebungen beeindrucken kann, scheitert es in der realen Produktion häufig daran, unter wechselnden Bedingungen konsistente Ergebnisse zu liefern. Dort müssen Modelle ihre Umgebung verstehen und verallgemeinern, um die für die Industrie notwendige Wiederholgenauigkeit zu erreichen“, sagt Marc Fleischmann, Chief Software & AI Officer von Kuka. „AMP begegnet dieser Herausforderung, indem standardisiert wird, wie KI in der physischen Welt schlussfolgert, entscheidet und handelt.“ Die neue Plattform wird Semantik, Aktionen und Daten über alle physischen und digitalen Elemente hinweg vereinheitlichen – und Automatisierung damit einfacher, skalierbarer, vorhersehbarer und sicherer machen.

Im Zentrum von AMP steht eine skalierbare Plattformebene zwischen KI‑Agenten und physischer Hardware. Sie stellt drei grundlegende Fähigkeiten bereit, um übergeordnete Ziele in sichere, reproduzierbare Ergebnisse auf realen Maschinen zu übersetzen:

Semantik (das „Warum“): intent‑basierte Abläufe mit einem gemeinsamen semantischen Kontext, der die reale Welt in für Maschinen verständliche Bedeutung übersetzt. So kann KI auf Ergebnisse abzielen – statt auf fest codierte Gerätespezifika.

Aktionen (das „Wie“): eine einheitliche Steuerungsschnittstelle mit standardisierten Aktionsbausteinen, mit denen KI‑Agenten ihre Intentionen sicher und konsistent über verschiedene Roboter, AMR, Arbeitszellen und Anlagen hinweg umsetzen können.

Daten (das „Was“): ein strukturierter, konsistenter Telemetrie‑Pool, der Zustände und Betriebsdaten erfasst und kontinuierliches Lernen sowie geschlossene Optimierungskreisläufe ermöglicht.

Im Betrieb wird AMP in einem geschlossenen Kreislauf abstrahieren, beobachten, handeln, wiederholen und vorhersagen – und dabei sowohl die reale Umgebung als auch den integrierten digitalen Zwilling optimieren. So entsteht ein sich selbst verstärkender Lernprozess, bei dem jede Aufgabe und jede Ausnahme die nächste verbessert.

AMP ist als offene, modular aufgebaute API‑Plattform konzipiert, die sämtliche Elemente der Automatisierung orchestriert – von AMR und Industrierobotern über Arbeitszellen bis hin zu Software‑Tools und digitalen Services. Die Plattform bietet eine zentrale Sicht auf den gesamten Lebenszyklus: von Design und Simulation bis hin zu Betrieb, Monitoring, Optimierung und kontinuierlichem Lernen. (sk)