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Krk (Kroatien) – Für einen Mann aus Bayern wäre ein Campingurlaub über Ostern auf der kroatischen Insel Krk beinahe tödlich geendet. Sein Gespann wurde auf einer Brücke von einer heftigen Sturmböe erfasst, der Wohnanhänger dadurch angehoben und gegen das Brückengeländer gedrückt. „Ich hatte Riesenglück, dass der Transporter mit zwei schweren Rennmaschinen beladen war, sonst wären wir 70 Meter in die Tiefe gestürzt“, sagt Camper Thomas zu BILD.

In den vergangenen Tagen fegten in der Kvarner Bucht heftige Stürme mit Böen von bis zu 192 km/h über die nördliche Küste der Adria. Autobahnen wurden gesperrt, der Fährverkehr eingestellt und Flüge kurz vor der Landung in Dubrovnik abgebrochen. Gegenüber BILD erzählt der Camper, wie es zu dem gefährlichen Zwischenfall auf der Brücke kam.

Wie es zu der lebensgefährlichen Situation kam

„Ich war mit den beiden Hunden im Transporter und meine Frau mit Sohn in einem anderen Auto dahinter“, berichtet Thomas. Nach 700 Kilometern erreichte die Familie im Konvoi die Brücke und wartete dort eine Stunde im Stau. Auf der zweiten, knapp 70 Meter hohen Zwillingsbrücke geschah das Unfassbare. Eine heftige Böe erfasste das Gespann, der Wohnwagen wurde angehoben und aufs Geländer geschleudert. Nur die Anhängerkupplung verhinderte den Absturz. „Ich habe sofort mit den Hunden den Transporter verlassen“, so der Maler. „Die Tür hat es aufgerissen, die Reifen vom Transporter haben sich 10–20 Zentimeter gehoben und er drohte abzustürzen.“

Die heftige Sturmböe schleuderte den Wohnanhänger auf das Brückengeländer. Aufnahme zur Verfügung gestellt von https://kristijan-antic.blog/

Die heftige Sturmböe schleuderte den Wohnanhänger auf das Brückengeländer. Aufnahme wird vom Blog „Kristijan Antic“ zur Verfügung gestellt

Seine Frau und sein Sohn mussten die dramatischen Szenen mitansehen. Nur zwei Autofahrer halfen. Die Feuerwehr brachte den Wohnwagen in Sicherheit. Nach zwei, drei Stunden konnte er in einer windstillen Phase zu seiner Familie zurückkehren. Thomas: „Ich habe meinen zweiten Geburtstag gehabt an diesem Tag.“

Thomas ist leidenschaftlicher Motorradfahrer. Seine beiden schweren Maschinen im Transporter verhinderten wohl, dass das ganze Wohngespann die Brücke hinunterstürzte

Thomas ist leidenschaftlicher Motorradfahrer. Seine beiden schweren Maschinen im Transporter verhinderten wohl, dass das ganze Wohngespann die Brücke hinunterstürzte

Familienvater wird nach Unfall beleidigt

Videos und Fotos des Unfalls gingen viral und wurden hundertfach geteilt. Die Reaktionen machen den Handwerker ratlos: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass man in Lebensgefahr zum Internetstar wird. Wahrscheinlich habe ich einen Fehler gemacht. Denn die Brücke war für Gespanne gesperrt, aber ich habe das Schild übersehen. Die Häme und die Beleidigungen, die mir nur wenig später entgegenschlugen, waren sehr verletzend.“