Unklare Zukunft von TSV-Trainer Manfred Schmid

So meinte Erich Korherr bezüglich Vertragsverlängerung von Cheftrainer Manfred Schmid (sein Kontrakt läuft zum Saisonende aus) vor dem Salzburg-Spiel am Ostersonntag im Interview mit der 31-jährigen Sky-Reporterin Kimberly Kimberly Budinsky (Foto): „Wir haben diese Woche ein Gespräch geführt, da haben wir die letzten fast zwei Jahre analysiert. Das war wirklich eine tolle Leistung von Manfred Schmid und vom Trainerteam. Es gibt aber noch Themen. Wir müssen schauen, wie der Verein die Ausrichtung in den nächsten Jahren haben will.“

Wie weit der finanzielle Aspekt eine entscheidende Rolle spielt, entgegnete Korherr: „Andere Bedingungen kann es nicht geben, denn der Trainer hat seine Arbeit gut gemacht hier in Hartberg. Es geht auf jeden Fall nur um die Einsparungen, auch im Kader oder im Trainerteam. Da müssen wir genau hinschauen. Das ist Fakt.“ Der 58-Jährige ergänzt: „Wir haben sehr hohe Einbußen im nächsten Jahr und da müssen wir natürlich am Spielersektor und am Trainersektor schauen, wo unser Weg hingeht. Ich habe mit Manfred Schmid ausgemacht, dass in den nächsten 14 Tagen eine Entscheidung fallen wird.“

Hat in diesen Tagen und Wochen in Personalfragen viel zu klären: TSV-Langzeit-Obmann Erich Korherr.

Viel zu tun für TSV-Obmann Erich Korherr

Seit September 2024 steht Manfred Schmid an der Seitenlinie beim TSV Hartberg und kann auf bislang 59 Pflichtpartien zurückblicken. Seine Bilanz liest sich durchaus beachtlich: In der Vorsaison führte der 55-Jährige den Klub ins Finale des ÖFB-Cups und auf Rang zwei der Qualifikationsgruppe, aktuell gelang unter seiner Leitung der Einzug in die Meistergruppe.

Dennoch scheint die Zukunft des Wieners nicht endgültig geklärt. Schmid ließ durchblicken, dass es ihm vor allem an durchgehender Wertschätzung mangele. Zwar nehme er Anerkennung phasenweise wahr, jedoch nicht in dem Ausmaß, das er sich wünschen würde.

Gleichzeitig betonte er, dass die Mannschaft in den vergangenen Monaten eine bemerkenswerte Entwicklung genommen habe. Angesichts zahlreicher Abgänge, eines vergleichsweise jungen Kaders sowie begrenzter finanzieller Mittel sieht er die sportliche Arbeit seines Teams und Trainerstabs als durchaus gelungen an.

Kapitän Heil vor richtungsweisender Entscheidung

Neben der Trainerfrage sorgt auch die Zukunft von Kapitän Jürgen Heil für Gesprächsstoff. Klub-Obmann Erich Korherr erklärte, dass dem langjährigen Führungsspieler ein mehrjähriger Vertrag vorgelegt wurde, eine endgültige Entscheidung jedoch noch aussteht. Der Verein signalisiert klar den Wunsch, den Kapitän weiterhin zu binden, auch wenn dieser offenbar andere Optionen prüft.

Der seit Samstag 28-Jährige selbst deutete an, dass sich für ihn eine möglicherweise letzte Gelegenheit ergeben könnte, noch einmal eine neue Herausforderung im Profifußball anzunehmen. Entsprechend befinde er sich derzeit in einer Phase intensiver Überlegungen. Sollte sich eine passende Möglichkeit ergeben, schließt er einen Wechsel nicht aus.

Ein Abschied würde das Ende einer langen Ära markieren: Seit 2015 steht der Defensiv-Allrounder im Dienste der Hartberger und absolvierte bislang 314 Pflichtspiele. In der Bundesliga-Historie des Vereins zählt das „Kämpferherz“ mit 196 Einsätzen zu den prägendsten Figuren.

Bewegung in der Kaderplanung

Etwas konkreter gestalten sich die Perspektiven bei Abwehrspieler Paul Komposch. Trotz seiner aktuellen Verletzung stehen die Zeichen offenbar auf Verlängerung. Vereinsseite und Spielerseite befinden sich in Gesprächen, wobei zunächst die vollständige Genesung abgewartet werden soll. Danach könnten die Verhandlungen zeitnah zum Abschluss kommen.

Auch bei den Leihspielern ist Bewegung erkennbar. Der Klub steht im Austausch mit dem SK Rapid bezüglich Dominic Vincze, mit dem FC Bayern München wegen Maximilian Hennig sowie mit dem 1. FSV Mainz 05 hinsichtlich Konstantin Schopp. Alle drei Akteure stehen aktuell auf Leihbasis im Kader der Oststeirer.

Beim TSV Hartberg bleibt somit vieles spannend bei der Kaderplanung für die neue Saison  – die kommenden Wochen dürften entscheidend dafür sein, in welche Richtung sich der Klub personell entwickelt.

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