Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Ölpreise und belastet Chevrons Aktienkurs. Analysten bleiben trotz der geopolitischen Risiken optimistisch.
Heute Abend läuft das Ultimatum ab. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran bis 20 Uhr Ortszeit (Ostküste) Zeit gegeben, die Straße von Hormuz wieder zu öffnen — andernfalls drohen Militärschläge gegen iranische Infrastruktur. Für den globalen Energiemarkt und Chevron ist das eine Zäsur.
Ölpreise unter Hochspannung
Die Märkte reagieren entsprechend nervös. WTI-Rohöl notiert aktuell bei rund 112 Dollar je Barrel, Brent knapp darunter bei etwa 110 Dollar. Erst vor wenigen Tagen legte WTI an einem einzigen Handelstag über 11 Prozent zu — getrieben von eskalierenden Spannungen im Nahen Osten.
Analysten warnen: Sollte die Straße von Hormuz dauerhaft gesperrt bleiben, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung fließt, könnten die Preise in Richtung 150 Dollar je Barrel steigen. Für integrierte Produzenten wie Chevron wäre das theoretisch ein Umsatztreiber — allerdings hält die Gefahr von Gegenschlägen auf regionale Energieinfrastruktur die Anleger in Schach.
Aktie zwischen Widerstand und Jahresrally
Chevron-Aktien gaben am Montag rund ein Prozent nach. Technisch kämpft der Titel mit einem Widerstand bei 198,24 Dollar, den der Ichimoku-Kijun als kurzfristige Schlüsselmarke ausweist. Auch der 20-Tage-Durchschnitt bei 199,90 Dollar liegt noch darüber — ein klarer Ausbruch über die Zone zwischen 198 und 200 Dollar wäre nötig, um das kurzfristige Bild aufzuhellen.
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Dabei hat die Aktie im bisherigen Jahresverlauf 2026 rund 30 Prozent zugelegt, gestützt durch den Rohstoffpreisanstieg. Der jüngste Rückgang von mehr als 5 Prozent innerhalb einer Woche relativiert das, ohne die mittelfristige Struktur grundlegend zu beschädigen.
Analysten und institutionelle Anleger
Citigroup hat das Kursziel für Chevron zuletzt von 210 auf 235 Dollar angehoben und hält an der Kaufempfehlung fest — begründet mit dem starken freien Cashflow in einem Hochpreisumfeld. Zacks Investment Research stuft den Titel ebenfalls mit „Strong Buy“ ein und verweist auf nach oben revidierte Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2026.
Unter den institutionellen Investoren zeigt sich ein gespaltenes Bild: Rathbones Group erhöhte seinen Anteil im vierten Quartal auf rund 746.900 Aktien, Quilter Plc stockte um 5,7 Prozent auf. Y.D. More Investments hingegen reduzierte seine Position um 46,2 Prozent.
Quartalszahlen am 1. Mai
Am 1. Mai präsentiert Chevron seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Anleger erwarten dann Klarheit über das laufende Sparprogramm, das bis Jahresende strukturelle Einsparungen von 3 bis 4 Milliarden Dollar anstrebt. Der Konsens der Analysten rechnet für das Gesamtjahr mit einem Gewinn je Aktie von rund 10,79 Dollar — eine Schätzung, die stark davon abhängt, wie lange die aktuelle Krise im Nahen Osten anhält.
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