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Darmstadt (Hessen) – Die lange Ungewissheit war das Schlimmste. In Deutschland haben laut Bundeszentrum für Ernährung etwa ein Prozent der Bevölkerung Zöliakie – also Glutenunverträglichkeit. Etwa 800.000 bis 900.000 Menschen können keine Lebensmittel mit dem Weizeneiweiß essen. Eine davon: Comedy-Star Hazel Brugger (32).
Selten zuvor hat die gebürtige Schweizerin, die in der Nähe von Darmstadt (Hessen) wohnt, so ausführlich über das Thema gesprochen, wie jetzt bei Moderatorin Barbara Schöneberger (52). In deren Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“ bekommt jeder Gast, wie der Name vermuten lässt, eine von Schönebergs liebevoll verzierten Waffeln serviert.

Hazel Brugger und Barbara Schöneberger (52), hier im Februar 2026
Foto: Britta Pedersen/dpa
Hazel Brugger wusste lange nicht, was mit ihr los ist
Die Besonderheit in Hazel Bruggers Fall – auf ihrer Waffel steht: „I’m gluten free, baby“ – also: „Ich bin glutenfrei, Baby.“ Daraufhin erzählt Brugger von ihrer persönlichen Leidensgeschichte. „Ich kann ja tatsächlich kein Gluten essen – und nicht nur für Show“, sagt Brugger. Barbara will wissen: „Was würde passieren, wenn wir aus Spaß da jetzt doch Gluten reingemacht hätten?“ Hazels Antwort: „Dann würde ich mir wahrscheinlich doch noch kurz einen Windeleimer holen.“
„Durchfall und Bauchweh also – und das ist wirklich sehr unangenehm?“, sagt Barbara – woraufhin Hazel zustimmt: „Ja, es ist wirklich sehr unangenehm. Und auch nicht nur für einen Moment. Sondern auch schon so für einen Tag.“
Bis Brugger wirklich wusste, was mit ihr los war, vergingen sogar Jahre! „Ich hab das Problem auf jeden Fall, seit ich ein Kind bin. Und so richtig rausgefunden habe ich das dann erst als Teenager. Also ich würde sagen, ich hatte so acht Jahre, wo ich einfach unerklärliche Bauchschmerzen hatte. Und dann hieß es auch immer: ‚Ja, du bist halt gestresst.‘ Ja, ich war zwölf und ich war halt wirklich nicht gestresst.“
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„Wovor hättest du gestresst sein sollen?“, will Barbara Schöneberger wissen. Hazel: „Von diesen Diagnosen war ich halt dann irgendwann gestresst. Und dann dachte ich halt irgendwann: ‚Ach, scheiß drauf, das ist jetzt halt einfach mein Leben. Ich hab halt einfach Bauchschmerzen.‘“ Glücklicherweise wurde die Unverträglichkeit im Teenageralter festgestellt.
Brugger könne es nicht verstehen, wenn Leute sagen: „‚Oh Gott, das ist ja schrecklich, wenn man kein Gluten essen kann.‘ Das ist nicht schrecklich. Schrecklich ist, wenn du es nicht essen kannst, es aber nicht weißt. Also sobald du was rausgefunden hast, ist es immer besser als vorher.“