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Köln (NRW) – Paukenschlag in der „Höhle der Löwen“ – im wahrsten Sinne des Wortes. Mit einem Schlagzeug-Videospiel sorgte ein Drummer erst für leuchtende Augen, erntete dann jedoch Vorwürfe der Investoren. Janna Ensthaler (41) sprach von „Realitätsverlust“. Ralf Dümmel (59) erfüllte sich mit einer Drum-Session im Studio zwar einen Kindheitstraum, landete dann aber ebenfalls auf dem knallharten Boden der Tatsachen.

Andreas Schneid (43) ist leidenschaftlicher Drummer, trat schon in Wacken auf. Mit seiner „Drum Revolution“, einem Videospiel im „Jump & Run“-Stil sollen Anfänger blitzschnell lernen, Schlagzeug zu spielen.

Dümmel versucht sich am Videospiel „Drum Revolution“

Dümmel versucht sich am Videospiel „Drum Revolution“, damit sollen auch Anfänger Schlagzeugspielen lernen

Foto: Folge 173

Ralf Dümmel setzt sich ans Schlagzeug

Als Dümmel das Schlagzeug entdeckt, strahlt er über beide Ohren und probiert das Spiel prompt aus. Wie beseelt erzählt er, wie er sich als Kind immer ein Schlagzeug gewünscht hatte. Seine Mutter hatte jedoch Bedenken wegen der Nachbarn und schenkte ihm etwas anderes. Dümmel: „Ich bekam eine elektrische Orgel. Ich war todunglücklich!“ Sein Orgel-Lehrer war ebenfalls eine Pleite, erzählt Dümmel weiter: „Schon zur ersten Stunde kam der besoffen und ist bei uns in den Vorgarten gefallen. Und da war meine Musik-Karriere zu Ende.“ Umso mehr freut sich der Löwe, als er mithilfe der Videospielfigur Schlagzeug spielt: „Ach, das ist ja witzig. Das macht Spaß!“ Die anderen Löwen singen sogar mit, als Dümmel „We will rock you“ trommelt, der sich beim Gründer überschwänglich bedankt: „Du hast mir einen Traum erfüllt!“

Ralf Dümmel hatte sich als Kind immer ein Schlagzeug gewünscht

Ralf Dümmel hatte sich als Kind immer ein Schlagzeug gewünscht

Foto: Folge 173

Janna Ensthaler: „Das ist schon Realitätsverlust“

Das war es dann aber auch mit der guten Stimmung. Als Schneid 150.000 Euro für acht Prozent seiner Firma verlangt und erklärt, dass er noch keinen nennenswerten Umsatz erzielt hat, werden die ersten Löwen-Gesichter lang. Janna Ensthaler knallhart: „Das ist schon Realitätsverlust. Wie kommst du auf die Bewertung?“ Der Gründer erklärt, er habe bereits selbst 440.000 Euro in das Produkt gesteckt. Außerdem habe er eine Computerspielförderung des Bundes bekommen. Da geht Ensthaler förmlich an die Decke: „Die offiziellen Fördertöpfe sind manchmal so blind. Das sind unsere Steuergelder! Wir brauchen das Geld für viel wichtigere Dinge.“ Die „freche“ Forderung lehnt sie konsequent ab: „Das wird auf keinen Fall was!“

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Während Schneid auf sein Know-how verweist, legt auch Frank Thelen (50) los. Sein Team hätte das Produkt innerhalb eines Wochenendes fertig: „Dieses Spiel kann heute weitestgehend eine KI machen.“ Maschmeyer glaubt, der Gründer sei ein „Träumer“, Judith Williams (54) spricht von „uninvestierbar“, während selbst Schlagzeug-Fan Dümmel gesteht: „Die Firmenbewertung ist eine Frechheit.“ Kein Deal also für Schneid, der danach sichtlich angeschlagen ist: „Die waren schon heftig in ihrer Kritik.“