Explosionen über Damaskus
In der syrischen Hauptstadt Damaskus und dem Umland sind Explosionen zu hören. Sie werden durch das israelische Abfangen iranischer Raketen verursacht, meldet das syrische Staatsfernsehen. Weitere Details liegen zunächst nicht vor.
Iranische Armee weist Trumps „arrogante Rhetorik“ zurück
Nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran hat die iranische Armee dessen „arrogante Rhetorik“ zurückgewiesen. „Die grobe und arrogante Rhetorik sowie die haltlosen Drohungen des verwirrten US-Präsidenten, der in einer Sackgasse steckt und die aufeinanderfolgenden Niederlagen der US-Armee rechtfertigt, haben keinen Einfluss auf die Fortsetzung der Offensive und der vernichtenden Einsätze“ der iranischen Armee, erklärte ein Sprecher des zentralen Einsatzkommandos Chatam al-Anbija am Montag in einer von iranischen Staatsmedien verbreiteten Stellungnahme.
Zuvor hatte Trump gedroht, die US-Armee könne innerhalb von vier Stunden die iranischen Brücken und Kraftwerke zerstören, falls Teheran die Straße von Hormus nicht bis Dienstag, 20 Uhr (Ortszeit, Mittwoch, 2 Uhr MESZ) freigebe. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto weitestgehend gesperrt.
AKW Buschehr: IAEA warnt vor „sehr realer Bedrohung“
Angesichts des bereits vierten Angriffs auf das Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) vor einer „sehr realen Bedrohung für die nukleare Sicherheit“ gewarnt. Luftangriffe auf ein in Betrieb befindliches AKW „könnten einen schweren radiologischen Unfall mit schädlichen Folgen für Mensch und Umwelt im Iran und darüber hinaus“ verursachen, erklärte IAEA-Chef Rafael Grossi am Montag im Onlinedienst X. Diese „sehr reale Bedrohung“ müsse aufhören.
Russland warnte, die Angriffe könnten eine „radiologische Katastrophe“ auslösen, die „verheerender“ wäre als Tschernobyl. Das Außenministerium in Moskau erklärte, es fordere „ein weiteres Mal dringend eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen“.
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna war am Samstag bei einem Angriff auf das Gelände von Buschehr ein Sicherheitsmann getötet worden. An den Atominstallationen seien jedoch keine Schäden entstanden. Der Einschlagsort sei jedoch lediglich 75 Meter vom AKW-Gelände entfernt gewesen, erklärte Grossi basierend auf einer IAEA-Auswertung von Satellitenbildern. „Eine Nuklearanlage und ihre Umgebung sollten niemals angegriffen werden“, warnte er.
Saudi-Arabien fängt sieben ballistische Raketen ab
Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben sieben ballistische Raketen abgefangen, die auf die östliche Region des Landes abgefeuert wurden. Trümmer der abgefangenen Geschosse seien in der Nähe von Energieanlagen niedergegangen, teilte das Verteidigungsministerium
mit. Die Behörden prüften mögliche Schäden. Wer die Raketen abgefeuert hat, teilte das Ministerium zunächst nicht mit.
WHO: Mitarbeiter in Gaza getötet
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt nach der Tötung eines freien Mitarbeiters in Gaza die Evakuierung Schwerkranker aus dem Küstenstreifen vorerst aus. „Eine Person, die im Auftrag der Organisation in Gaza tätig war“, sei am Montag „bei einem Sicherheitsvorfall ums Leben gekommen“, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X mit. Zwei WHO-Mitarbeiter, die ebenfalls vor Ort waren, seien unverletzt geblieben. Der Vorfall werde derzeit von den zuständigen Behörden untersucht, schrieb Tedros weiter.