Grundsätzlich seien die leiblichen Eltern der Kinder und Jugendlichen zwar oft präsent, allerdings würden sie im sozialen Netzwerk neben anderen Personen wie Betreuungspersonal und Geschwistern meist eine untergeordnete Rolle spielen, heißt es. Gesellschaftliche Erwartungen daran, wer in einer Familie welche Rolle übernimmt, wirken sich auch auf die Kinder- und Jugendhilfe aus. Mütter werden laut dem Forschungsteam eher dazu angehalten, den Kontakt aufrechtzuerhalten – selbst wenn die Beziehung von Konflikten geprägt ist. Befragte gaben an, sich gesellschaftlich und innerlich unter Druck gesetzt gefühlt zu haben, die teils schädliche Beziehung zu ihrer Mutter zu pflegen.