„Die größte Herausforderung war weniger der eigentliche Unfall, sondern die rasch eskalierende Staulage im starken Schneefall – wir mussten parallel absichern, unterstützen und die Autobahn Schritt für Schritt wieder frei bekommen“, analysiert der Loosdorfer Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter Gregor Mittelstrasser mit wenigen Tagen Abstand den plötzlichen Wintereinbruch rund um Loosdorf zum Wochenende. Insgesamt stand die Loosdorfer Feuerwehr zwölf Stunden dauerhaft im Einsatz.
Begonnen hat alles bereits in den frühen Freitagmorgenstunden, als die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen auf der Westautobahn in Fahrtrichtung Wien alarmiert wurde. Das Meldebild lautete „T3 – Menschenrettung“.
Aufgrund des massiven Wintereinbruchs mit starkem Schneefall und glatten Fahrbahnen verlor ein Lkw-Lenker die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Sattelzug kippte zur Seite und blockierte die gesamte Fahrbahn. Zwei nachkommende Pkw kollidierten mit dem Lkw-Auflieger. „Entgegen ersten Befürchtungen waren keine Personen in den Unfallfahrzeugen eingeklemmt – die Verletzten wurden vom Rettungsdienst versorgt“, berichtet die Feuerwehr.
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Foto: FF Loosdorf
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Wintereinbruch
Loosdorfer Feuerwehr stand zwölf Stunden im Dauereinsatz.
Der plötzliche Wintereinbruch am Wochenende sorgte bei der Feuerwehr Loosdorf für einen Dauereinsatz.
Während der Bergungsarbeiten, die eine Vollsperre der Autobahn erforderlich machten, kam es rasch zu einem massiven Rückstau. Zahlreiche Fahrzeuge blieben aufgrund der winterlichen Fahrbedingungen und fehlender Schneeketten liegen. Die Feuerwehr Loosdorf unterstützte Dutzende Fahrzeuglenker beim Wiederanfahren und sorgte für freie Fahrspuren.
In den folgenden Stunden verlagerte sich der Einsatzschwerpunkt in Richtung Autobahnraststation St. Pölten, wo mehrere Lkw am Beginn einer Steigung stecken geblieben waren. In Zusammenarbeit mit der FF St. Pölten-Stadt schleppte die FF Loosdorf Fahrzeuge an, um den Verkehr wieder in Bewegung zu bringen.
Nach etwa drei Stunden wurde die Loosdorfer Einsatzmannschaft durch Kräfte aus dem Raum St. Pölten abgelöst. Der anschließende Rückmarsch endete jedoch nicht im Feuerwehrhaus: Auch im eigenen Einsatzgebiet galt es, liegengebliebene Fahrzeuge zu bergen und Passagiere eines verunfallten Busses in Sicherheit zu bringen. Erst gegen Mittag – nach beinahe zwölf Stunden ununterbrochenem Einsatz – konnte die FF Loosdorf ihre Einsatzbereitschaft wiederherstellen.