Welcher der beiden Franzosen lebensgefährlich verletzt wurde, blieb zunächst unklar. Die beiden wurden letztlich mit Notarzthubschraubern in das Krankenhaus nach Zams geflogen. Zwei weitere Landsmänner im Alter von 36 und 38 Jahren, die mit ihnen unterwegs waren, wurden indes von der Lawine nicht erfasst und blieben unverletzt.

Die laut Exekutive erfahrene und bestens ausgestattete Gruppe war mit einem Halbseil verbunden gewesen, das aber im Zuge des Lawinenabgangs vermutlich an einem Stein bzw. einer Felskante riss. Der 48-Jährige und sein 50-jähriger Kamerad stürzten ab und blieben am Wandfuß liegen. Die Begleiter setzten sofort einen Notruf ab und stiegen zu ihnen ab.

Die vier Tourengeher hatten sich auf einer Alpendurchquerung befunden und waren am Brandenburger Haus gestartet. Anschließend stiegen sie zur 3498 Meter hohen Weißseespitze in den Ötztaler Alpen auf, um anschließend über den Gepatschferner wieder abzufahren. Als sie dann über das Gepatschjoch aufsteigen wollten, kam es schließlich zu dem Lawinenabgang. Im Einsatz standen neben den Besatzungen der beiden Notarzthubschrauber auch die Bergrettungen Kaunertal und Innerpitztal, mehrere Lawinenhunde der Tiroler Bergrettung, der Polizeihubschrauber „Libelle“ sowie die Alpinpolizei.

Am späten Nachmittag wurde der Leitstelle Tirol ein weiterer Lawinenabgang gemeldet. In Sölden war es offenbar zu einem Abgang gekommen, bei dem zwei Personen teilverschüttet, aber niemand verletzt wurde. Das wurde festgestellt, nachdem ein Hubschrauber vor Ort im Einsatz war.

In Tirol herrschte am Dienstag verbreitet erhebliche Lawinengefahr, also Stufe 3 der fünfteiligen Skala. Bei dieser Warnstufe passieren erfahrungsgemäß die meisten Lawinenunfälle. (TT.com, APA)