OÖ/LINZ. Ab März ist in Oberösterreich ein LKW der ganz anderen Art unterwegs: Der „Star Truck“. Mit einer mobilen Erlebniswelt werden Jugendliche für Technik und Zukunftsberufe begeistert. Der „Star Truck“ tourt durchs ganze Land und setzt auf interaktive Einblicke in Robotik, KI und nachhaltige Industrie. Am Montag wurde das federführend vom AMS OÖ ins Leben gerufene Flaggschiff der Initiative „Join MINT“ von prominenten Vertretern der zahlreichen Partner eingeweiht.
„Fachkräftesicherung beginnt nicht erst am Arbeitsmarkt. Sie beginnt bei Neugier, Orientierung und Sichtbarkeit von Möglichkeiten.“ Genau hier setzt der „Star Truck“ an. Der zweigeschossige Roadshow-Truck ist Teil der Initiative „Join MINT – More Innovation Needs Talents“. Er ist innovative Bildungsberatung auf Rädern.
Breites Bündnis
Bis zu 200 Einsatztage pro Jahr sind geplant, heuer 180 direkt an Schulen, 20 bei öffentlichen Veranstaltungen wie Messen – unter dem Motto „Zukunft erleben. Talente stärken. Standort sichern.“ Dafür hat sich ein breites Bündnis zusammengetan: Getragen wird das langfristig angelegte Projekt durch einen Schulterschluss aus AMS OÖ, Arbeiterkammer OÖ, Industriellenvereinigung OÖ, Land OÖ, Wirtschaftskammer OÖ, Business Upper Austria sowie zahlreichen Leitbetrieben, Bildungs- und Forschungseinrichtungen in Oberösterreich.
Technik zum Ausprobieren
Im Erdgeschoss des Trucks wartet eine interaktive Technologiewelt mit konkreten Anwendungen zu Robotik und Automatisierung, Green Steel und nachhaltiger Produktion, Luftfahrttechnologie, Logistiksysteme, KI, Datenanalyse und Medizintechnologie. Ziel ist es, Innovation nicht nur zu erklären, sondern interaktiv erlebbar zu machen.
Nicht nur dort, auch im Obergeschoss des Trucks wird sofort klar: MINT ist weit mehr als nur Informatik. Hier warten vertiefenden Workshops, um praxisnah in die MINT-Themenwelt einzutauchen. Eines der Themen wurden zum Beispiel von der HTL Leonding entwickelt: Ein Projekt, dass es sehbehinderten Menschen ermöglicht, Basketball zu spielen.
Zielgruppe Jugendliche, Lehrkräfte und Interessierte
Angesprochen werden insbesondere Jugendliche in den Sekundarstufen I und II sowie in Berufsorientierungsphasen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Mädchen im MINT-Bereich. Gleichzeitig richtet sich das Angebot auch an Lehrkräfte, Personen in Qualifizierungsmaßnahmen und Beschäftigte, die neue Technologien kennenlernen möchten.
Einweihung mit vielen Partnern
Am Montag wurde der „Star Truck“ der Öffentlichkeit vorgestellt, an der Johannes Keppler Uni Linz. Unter den zahlreichen Gästen der Auftaktveranstaltungen waren natürlich auch die stolzen Vertreter der „Star Truck“-Partner, darunter Sozialministerin Korinna Schumann, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Landeshauptmann Thomas Stelzer, WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, IV OÖ-Präsident Thomas Bründl, AK OÖ-Präsident Andreas Stangl, Business Upper Austria-Geschäftsführer Werner Pamminger, JKU-Rektor Stefan Koch und Martina Mara, Leiterin des Robopsychology Labs an der JKU, Petra Draxl (Mitglied des AMS Österreich-Vorstandes), die Star Truck-Initiatorin, AMS OÖ-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt, sowie Vertreter von beteiligten Unternehmen wie FACC, voestalpine, Rosenbauer, dynatrace, Keba oder TGW.
Alle sind sich einig: Der „Star Truck“ wird Begeisterung wecken und der gemeinsame Schulterschluss all der beteiligten Stake Holder sei einzigartig und Vorbild für künftige Projekte.
„Noch nie zuvor haben sich so viele Partner zusammengeschlossen, um für MINT zu begeistern und damit die Zukunft des Standortes Oberösterreich aktiv zu gestalten. Mit dem ‚Star Truck‘ haben wir eine mobile Innovationswelt für Schüler und Lehrkräfte, für die breite Öffentlichkeit in allen Regionen Oberösterreichs. Der ‚Star Truck“ bietet eine Reise in die Zukunft, ist ein rollendes Aushängeschild und ‚Raumschiff“, das zeigt, welche technische Möglichkeiten es gibt“, dankt AMS OÖ-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt für die Zusammenarbeit und den Mut für Innovation in Oberösterreich.
Der „Star Truck“ wird bis 2030 in Oberösterreich unterwegs sein, die breite Partnerschaft ermöglicht die Finanzierung von in Summe zehn Millionen Euro für das gesamte Projekt in den nächsten fünf Jahren.