Der knapp 100 Jahre alte Kaffeeröster Illycafeé konnte das Vorjahr mit einem Plus von zwölf Prozent im Vergleich zu 2024 abschließen. Steigende Rohstoffpreise wurden teils durch Preisanpassungen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung kompensiert.

Der italienische Kaffeeröster Illycaffé hat das Jahr 2025 mit einem Umsatz von 700 Millionen Euro abgeschlossen, was einem Plus von 12 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Das operative Ergebnis (EBITDA) betrug 90 Mio. Euro, während der Nettogewinn bei 20 Mio. Euro lag, teilte das Unternehmen aus Triest am Mittwoch mit.

Die Nettoverschuldung betrug 197 Mio. Euro, was vor allem auf gestiegene Rohstoffkosten und strategische Initiativen zur Unterstützung des Wachstums zurückzuführen ist, darunter der Abschluss von zwei Übernahmen. Das organische Wachstum des Unternehmens wurde laut Mitteilung durch steigende Absatzvolumina in allen Hauptmärkten getragen, mit besonderem Beitrag aus Italien und den USA sowie durch die weitere Expansion in europäischen Kernmärkten.

Im Jahr 2025 musste die Gruppe insbesondere den starken Anstieg der Rohstoffpreise verkraften. Die inflationsbedingten Mehrkosten wurden teilweise durch Preisanpassungen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung abgefedert.

„2025 war das vierte Jahr in Folge mit starkem organischem Wachstum, trotz eines besonders herausfordernden externen Umfelds und der drastischen Rohstoffpreiserhöhungen“, erklärte CEO Cristina Scocchia. „Wir haben in unseren Schlüsselmärkten an Tempo gewonnen und gleichzeitig unsere Präsenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette gestärkt. Obwohl 2026 erneut ein herausforderndes Jahr mit zunehmenden geopolitischen Spannungen wird, werden wir unsere strategische Ausrichtung konsequent verfolgen, das organische Wachstum durch internationale Expansion fördern und in Marketing sowie nachhaltige Innovation investieren“, so Scocchia.

Das 1933 vom gebürtigen Ungarn Ferenc Illy (Francesco Illy) gegründete Familienunternehmen ist seit vielen Jahren mit einer Niederlassung in Österreich vertreten. Der Konzern befindet sich zu 80 Prozent im Eigentum der Triester Unternehmerfamilie Illy, die restlichen Anteile hält der Investmentfonds Rhone Capital. Noch für dieses Jahr ist ein Börsegang geplant. (APA/DPA)

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