Durchwegs aus natürlichen Materialien gefertigt wurde hingegen jener am Rande des Karlsplatz platzierter Mercedes-Benz-SUV der G-Klasse, die als neues Statussymbol in Übergröße in Deutschland die Straßen unsicher macht. Die deutsche Künstlerin und Hochschullehrerin Folke Köbberling hat einen Abguss eines gemieteten originalen “Luxus-Offroader” abgenommen und diesen dann als “Trojanisches Pferd” aus biologisch abbaubaren Materialien wie Pappe, Jute, Lehm, Erde und Weizenkleber nachgebaut. “Maaaaash!” heißt ihre im Rahmen von “Kunst im öffentlichen Raum Wien” (KÖR) aufgestellte Skulptur, die bereits in den ersten Stunden für Hupsignale vorbeifahrender SUV-Fahrer und Erinnerungsfotos vorbeikommender Passanten sorgte, und der Titel (zu Deutsch: zerstampfen, zerdrücken, vermischen) weist bereits darauf hin, was ganz natürlich mit dem Objekt passieren wird: “Sobald der erste Regen einsetzt, beginnt der Zerfall”, strahlte Köbberling, die sich seit Jahrzehnten mit natürlichen Werkstoffen in der Architektur beschäftigt, im Gespräch mit der APA. Dass an einem so prominenten Platz wohl nicht nur natürliche, sondern auch menschliche Zerstörung dem Objekt zusetzen wird, sei durchaus intendiert, erklärte sie. Ungeplant und für den natürlichen Verfall hinderlich war jedoch der Einsatz von Löschschaum gegen ein ähnliches Objekt in München, das in Brand gesteckt wurde: Die chemische Zusammensetzung des Löschmittels wusste nicht einmal die Feuerwehr …