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Los Angeles (USA) – Im Fall um den tragischen Tod von „Friends“-Star Matthew Perry (†54) wurde die Drogenlieferantin des Schauspielers zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die Richterin folgte am Mittwoch der Forderung der Staatsanwaltschaft und betonte die Schwere der Schuld der Angeklagten.
Die 42-jährige Jasveen S., von den Staatsanwälten als „Ketamin-Queen“ bezeichnet, hatte sich zuvor in mehreren Punkten schuldig bekannt. Nach Überzeugung der Anklage lieferte sie auch jene tödliche Dosis des Narkosemittels Ketamin, die im Oktober 2023 zum Tod des Schauspielers führte.

Matthew Perry litt viele Jahre unter einer Drogensucht. Am 28. Oktober 2023 wurde er nach dem Konsum illegaler Substanzen ohnmächtig und ertrank im Whirlpool seines Anwesens
Foto: David M. Benett
Matthew Perry war am 28. Oktober 2023 leblos in seinem Whirlpool in seinem Haus in Los Angeles entdeckt worden. Laut Gerichtsmedizin war Ketamin die Hauptursache für seinen Tod. Der Schock über das plötzliche Ende des beliebten TV-Stars ging damals um die Welt.
Vor Gericht zeichnete die Anklage ein klares Bild: Die Frau habe ein lukratives Drogengeschäft betrieben und gezielt wohlhabende Kunden aus der Promi-Szene beliefert. Ihr Ziel sei es gewesen, sich durch den Verkauf der Substanzen einen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Daher auch ihr Spitzname: „Ketamin-Königin“.

Mama Suzanne Perry und Stiefvater Keith Morrison betreten das Gerichtsgebäude in Los Angeles
Foto: AP
Die Verteidigung hatte hingegen argumentiert, die Angeklagte habe seit ihrer Festnahme im August 2024 bereits ausreichend Zeit in Untersuchungshaft verbracht. Eine längere Haftstrafe sei daher nicht notwendig. Das Gericht folgte dieser Argumentation jedoch nicht und verhängte die geforderten 15 Jahre Haft.
Matthew Perry wurde in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren als Chandler Bing in der Kultserie „Friends“ weltberühmt und gehörte zu den größten TV-Stars seiner Zeit. Gleichzeitig kämpfte er über Jahre hinweg offen mit seiner Suchterkrankung.
Zuletzt hatte sich Perry wegen Depressionen und Angstzuständen einer Ketamin-Therapie unter ärztlicher Aufsicht unterzogen. Doch laut Ermittlungen soll er sich immer größere Mengen beschafft haben – weit über ärztliche Verordnungen hinaus.