Paris – Mario Adorf ist tot: Der deutsche Schauspieler verstarb bereits am Mittwoch im Alter von 95 Jahren in Paris, wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf sein Management sowie die Filmagentur „Reinholz“ berichtet.

Nach kurzer Krankheit sei er friedlich eingeschlafen, hieß es. Seinem langjährigen Manager Michael Stark habe Adorf mit auf den Weg gegeben, dass er sich bei seinem Publikum für die jahrzehntelange Treue bedanke.

Seine Schauspielkarriere begann Mario Adorf, der am 8. September 1930 in Zürich geboren wurde, 1954 an den Münchner Kammerspielen. Dort hatte er bis 1962 auch ein festes Engagement. Zugleich bekam er bereits seine ersten kleineren Filmrollen. 1957 kam dann der Durchbruch mit „Nachts, wenn der Teufel kam“ in der Rolle des von den Nationalsozialisten zum Serienmörder erklärten Bruno Lüdke.

Noch oft sollte er danach den Schurken – unter anderem im ersten „Winnetou“-Film –, Ganoven oder den eleganten Mafioso spielen. In dem italienischen Film „Die Ermordung Matteottis“ spielte er Mussolini.

Im Laufe seiner mehr als sieben Jahrzehnte dauernden Karriere spielte er in mehr als 200 Film- und Fernsehproduktionen mit. Unter anderem war er als Generaldirektor Heinrich Haffenloher in Helmut Dietls Kultserie „Kir Royal“ und dem Kinofilm „Rossini“ zu sehen. Lange arbeitete Adorf auch eng mit Dieter Wedel zusammen – darunter die Mehrteiler „Der große Bellheim“, „Der Schattenmann“ und „Die Affäre Semmeling“. Die Freundschaft zerbrach dann aber wegen Wedels Verhalten bei den Nibelungen-Festspielen in Worms.

In erster Ehe war Mario Adorf mit der Schauspielerin Lis Verhoeven verheiratet. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter. 1985 heiratete Adorf seine zweite Frau Monique. (TT.com)