Die meisten Initiativen richten sich nach Angaben des Thinktanks an die Allgemeinheit.
Um die stark gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs abzufedern, haben 22 EU-Staaten einer Analyse zufolge Maßnahmen im Umfang von mehr als 9 Mrd. Euro eingeleitet. Dazu kämen laut der Untersuchung der Denkfabrik Jacques-Delors-Institut bisher weitere 13 Mrd. Euro an zusätzlichen Kosten für den Import fossiler Brennstoffe wie Öl und Gas seit Beginn des Konflikts.
Der Thinktank schaute sich in seiner Untersuchung an, wie die Länder bisher auf nationaler Ebene auf den „Energieschock“ reagierten. Zusammengezählt hätten 22 der 27 Mitgliedsstaaten insgesamt 120 Maßnahmen auf den Weg gebracht. Sie zielten hauptsächlich darauf ab, Preissignale zu schwächen, heißt es in der Mitteilung des Jacques-Delors-Instituts. So setzen einige Länder (9) auf Preisdeckel wie tägliche Obergrenzen oder auf fiskalische Maßnahmen (15 Länder) wie etwa die Senkung der Mehrwertsteuer.
In Deutschland etwa dürfen Tankstellen die Preise nur noch einmal am Tag erhöhen, um 12 Uhr mittags, Preissenkungen sind rund um die Uhr erlaubt. In Österreich wurde das Intervall für Preiserhöhungen auf dreimal die Woche beschränkt. Zudem gilt seit Anfang des Monats hierzulande die sogenannte Spritpreisbremse.
Die meisten Initiativen richten sich nach Angaben des Thinktanks an die Allgemeinheit, nur wenige Länder fokussieren sich bei den Entlastungen speziell auf bestimmte Gruppen wie Haushalte mit niedrigem Einkommen oder wirtschaftlich leicht verwundbare Sektoren. (APA/dpa)
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