Und wer hat die schönste Arie? 
De Sá: Oh Gott. Ich traue mich das kaum, das zu sagen, aber das ist… (alle zeigen auf ihn)… meine. Bei dieser Arie der Cleofide habe ich einen der unglaublichsten Momente meiner Karriere erlebt. Damals habe ich gespürt, wie die Zeit stillstand. Und am Ende sind die Leute total ausgeflippt. Das war ziemlich bewegend. 
Arditti: Nur fürs Protokoll: Ich habe als Erissena sogar drei sehr schöne Arien. 
Tamgana: Blöderweise muss ich bei Cleofides Arie die ganze Zeit auf der Bühne stehen. Sie singt etwa 12 Minuten lang, und ich bin ganz berührt, weil es so schön ist, muss aber so tun, als ob ich mir wünsche, dass sie endlich abtritt.
De Sá: Mir ist gerade eine Frage eingefallen, die ich aus Neugier für Euch und natürlich für mich selbst stellen möchte: Welche Eigenschaften Eurer Figur findet Ihr in Euch selbst und welche Eigenschaften von Euch findet Ihr in Eurer Rolle?
Orellana: Ich glaube, ich bin ganz, ganz anders als Poro. Er ist ein indischer König und wurde von Allesandro besiegt. Er kämpft mit seiner Eifersucht, weil Cleofide vorgibt, in Alessandro verliebt zu sein, oder es auch irgendwann ist. Ich bin also nicht so. Es ist ein Abenteuer für mich, jemanden darzustellen, der oft Male wütend ist und deutlich sagt, was er nicht mag.
Tamagna: Ich bin in den meisten Rollen, die ich spiele, gegen meine eigene Natur besetzt. Meistens bin ich der schreiende, aggressive Typ. So bin ich eigentlich nicht. Aber ich denke manchmal, so kann ich etwas ausdrücken, was doch in mir steckt. Aber ich denke, der Teil an Timagene, mit dem ich mich am ehesten identifizieren kann, ist, dass er weiß, wann er still sein muss.