
Trump wirbelt den internationalen Handel durcheinander
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Nach der jüngsten Zoll-Entscheidung des Obersten US-Gerichts herrscht Unsicherheit auf beiden Seiten des Atlantiks, was künftig im Handel zwischen den USA und der EU gilt. Auf viele EU-Importe in die Vereinigten Staaten soll US-Regierungskreisen zufolge künftig ein Zoll von 15 Prozent erhoben werden, wie ein ranghoher Vertreter des Weißen Hauses mitteilte. Das Europäische Parlament fror unterdessen die Umsetzung des bereits ausgehandelten EU-US-Zollabkommens ein.
Nach der Entscheidung des obersten US-Gerichtshofs gegen seine Zollpolitik hatte Trump am Freitag einen weltweiten Zollsatz auf Importe in die USA von 10 Prozent angekündigt und diesen am Samstag auf 15 Prozent erhöht. Ein ranghoher Vertreter des Weißen Hauses bestätigte am Montag, dass auch auf viele EU-Importe in die Vereinigten Staaten künftig ein Zoll von 15 Prozent erhoben werden soll. Grundlage dafür sei das von Trump jüngst unterzeichnete weltweite Zolldekret. Der auf 150 Tage befristete Zollsatz gilt demnach unter anderem auch für Einfuhren aus Großbritannien, Indien und Japan. Früheren Angaben zufolge soll der neue Zollsatz ab Dienstag (0.01 Uhr Ortszeit/6.01 Uhr MEZ) gelten. Das bisherige Vorhaben sei nur temporär geplant. So beabsichtige das Weiße Haus, „angemessenere oder bereits ausgehandelte Zollsätze“ wieder zu etablieren.