Der Künstler Heinrich Campendonk hinterließ seine Spuren in ganz unterschiedlichen Städten: Zuvörderst natürlich an seinem Geburtsort Krefeld. Hier wurde er geprägt, als Mensch und Maler. Als rheinischer Expressionist und jüngstes Mitglied der Blauen Reiter ging er in die Kunstgeschichte ein. Wegen des Nationalsozialismus flüchtete er nach Belgien und in die Niederlande, wo er in Amsterdam als Lehrer seine Farblehre und Stilistik vermitteln konnte. Und schließlich in Penzberg in Bayern, wo er lebte und arbeitete und heute im Stadtbild allerorten präsent ist. Die kleine Kommune hat ihm ein eigenes Museum gewidmet, in dem der Nachlass unter stets neuen Aspekten ausgestellt und auch erforscht wird, und die örtliche Realschule nach ihm benannt. In der Christkönigkirche sind zwei seiner berühmten Fenster zu sehen. In der kleinen Kapelle ist es das Jesajah-Fenster, für das er bei einer Weltausstellung in Paris die Goldmedaille bekam, und auf der Orgelempore ist es ein Abschnitt eines überdimensionalen Fensters für den Kölner Dom, zu dessen Verwirklichung es nicht mehr gekommen war.