Nach dem 4:1 über Austria Wien legte der LASK zum Auftakt der 26. Runde der Bundesliga-Saison 2025/26 nach und landete einen verdienten 3:2-Sieg beim FC Red Bull Salzburg, gegen den die Linzer im Grunddurchgang beide Duelle noch klar verloren hatten (Gesamtscore: 1:8). Mit der Einwechslung von Siegtorschütze Xavier Mbuyamba bewies Trainer Didi Kühbauer ein glückliches Händchen. Der ÖFB-Cup-Finalist lässt damit die Roten Bullen hinter sich, springt zumindest bis Sonntag auf Rang zwei und setzt ein Statement für das bevorstehende Doppel gegen Spitzenreiter SK Sturm Graz. Damit zu STATEMENTS aus dem Linzer Lager.

Matchwinner Mbuyamba. Mit seinem 3:2-Siegtor beim „LASK-Lucky-Punch“ in der fünften Spielminute der Nachspielzeit in der Red Bull Arena versetzte der 24-jährige Winterneuzugang aus den Niederlanden die Linzer Athletiker in Ekstase. Für den 1,95 Meter großen Innenverteidiger im elften Einsatz (neun in der BL) der Pflichtspiel-Premierentreffer im Dress der Oberösterreicher.
„Ganz ehrlich: Wenn das heute kein Sieg geworden wäre, wäre ich sehr enttäuscht gewesen“
Dietmar Kühbauer (Cheftrainer LASK) über…
…das Spiel:
„Ganz ehrlich: Wenn das heute kein Sieg geworden wäre, wäre ich sehr enttäuscht gewesen. Ich denke, wir haben uns in der ersten Halbzeit mit dem 1:0 in eine gute Position gebracht, haben dann zwar den Ausgleich durch ihre quasi einzige Chance kassiert, waren aber da schon ein bisschen besser drin. In der zweiten Halbzeit waren wir dann absolut am Drücker und haben Salzburg überhaupt keine Möglichkeiten mehr gelassen.
Wir machen das 2:1, und wenn du dann kurz vor Ende noch das 2:2 kriegst, fährst du eigentlich nur mit einem Punkt nach Hause. Wie wir vorhin schon über das dritte Tor geredet haben: Es wäre heute echt unverdient gewesen, aber so ist eben der Fußball. Die letzten Minuten waren natürlich sehr aufwühlend, aber aus meiner Sicht mit dem verdienten Ende für uns. Zum Glück ist es zu unseren Gunsten ausgegangen – und das wirklich völlig verdient. Die drei Punkte sind sehr wichtig für uns.“
…die kommenden Wochen:
„Ich meine, im Moment ist mir das egal. Ich denke, wir können uns jetzt erst mal zurücklehnen – das ist das Wichtigste. Am Wochenende können wir uns in Ruhe die anderen Spiele anschauen und dann darüber sprechen, wenn wir gegen Sturm spielen. Nach den zwei Spielen weiß man mehr, aber entschieden ist bis dahin noch immer nichts.“
„Wir hatten einen guten Plan und haben aus den Fehlern vom letzten Spiel gelernt“
Sascha Horvath (Kapitän LASK) über…
…das Spiel:
„Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird, aber wir hatten heute, glaube ich, einen guten Plan. Wir haben aus den Fehlern vom letzten Spiel gelernt und waren dann ganz gut drin. Wir gehen 1:0 in Führung, aber da müssen wir trotzdem an unseren Kontern arbeiten und sie gut zu Ende spielen – dann kannst du in der ersten Halbzeit schon noch ein Tor mehr machen. Aber im Großen und Ganzen ist es jetzt wurscht. Wir haben 3:1 gewonnen, und das ist es, was zählt.“
…die Effektivität des LASK nach Standards in den letzten Spielen:
„Wir üben Standards wie jede Woche, das gehört mittlerweile einfach zum Fußball dazu. Wenn man zum Beispiel Ried hernimmt: Die kommen eigentlich fast nur über Standards. Bisher hat uns da vielleicht auch ein bisschen das Glück gefehlt, aber wir haben trotzdem an uns geglaubt. Wir arbeiten jede Woche aufs Neue weiter, und heute ist es uns zum Glück wieder geglückt. Es schmeckt natürlich, dass man nach der ganzen Kritik dann einfach solche Tore macht.
Wir wissen, wie wichtig das im Spiel ist. Trotzdem wollen wir auch auf das Fußballerische schauen. Wir wissen, dass Fußball nicht nur aus Standards besteht, und wollen unsere Qualität auf den Platz bringen. Ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen. Ab und zu müssen wir trotzdem diese unnötigen Ballverluste vermeiden oder den letzten Pass einfach besser an den Mann bringen, dann können wir mehr Tore schießen. Heute haben wir eine gute Leistung gezeigt und verdient gewonnen.“
„Die Mannschaft wird auch ohne mich Siege einfahren“
…ob das kleine Tief des LASK mit seiner Abwesenheit zu tun hatte:
„Fußball ist ein Mannschaftssport. Klar versuche ich, der Mannschaft mit meiner Leistung und meiner Laufbereitschaft zu helfen. Aber ich weiß ganz genau: Ohne das Team wäre ich auch nicht in der Position, in der ich jetzt bin. Wir wissen, dass wir nur zusammen etwas erreichen können. Die Mannschaft wird deshalb auch ohne mich Siege einfahren.“

Nach einer ganz kurzen Durststrecke zu Beginn der Finalrunde mit nur einem Punkt hat der LASK in die Siegesspur zurückgefunden und grüßt nach zwei Dreiern vor dem Doppel gegen Spitzenreiter SK Sturm Graz zumindest bis Sonntag von Platz zwei. Kommt es in Runde 27 am Sonntag, den 19. April, zum Gipfeltreffen in Linz gegen die Steirer?
„Heute war es wichtig, dass wir uns für das Spiel in Linz revanchieren“
Saša Kalajdžić (2:1-Torschütze LASK) über die kommenden Wochen:
„Es ist jetzt Crunch Time, wie man so schön sagt. Heute war es wichtig, dass wir uns für das Spiel in Linz revanchieren – das ist uns gelungen. Ich bin stolz auf die Mannschaft und auf jeden Einzelnen. Jetzt können wir erst mal das Wochenende genießen.“
Dino Buric (Sportdirektor LASK) über…
…das Spiel:
„Ja, ein unglaubliches Spiel. Ich glaube, vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit ist es vollkommen verdient, dass wir das Spiel am Ende mit dem Lucky Punch noch gewinnen. Das ist natürlich äußerst schön. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie sich nach dem Ausgleich nicht hat hängen lassen, noch mal zu einer Torchance gekommen ist und dann auch das Tor gemacht hat.
Wie gesagt: vollkommen verdient. Es bleibt unglaublich eng in der Meisterschaft. Wir haben heute unsere Hausaufgaben erledigt und das geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Jetzt konzentrieren wir uns auf nächste Woche gegen Sturm.“
…die kommenden Wochen:
„Ich glaube, jedes Spiel ist aktuell entscheidend, so auch das heutige. Umso glücklicher sind wir, dass wir es im Schlussspurt noch für uns entscheiden konnten. Wir müssen aber nächste Woche wieder genauso an unsere Leistungsgrenze gehen, damit wir bestehen und erneut drei Punkte holen können. Ich denke, wir haben jetzt schon mehrfach bewiesen, dass wir für jede Mannschaft ein unglaublich unangenehmer Gegner sind – und das gilt es beizubehalten.“
„Man darf jetzt nicht den Fehler machen und glauben, dass wir im Sommer drei Spieler von Ajax Amsterdam bei uns begrüßen werden – ganz im Gegenteil“
…die Partnerschaft mit Ajax Amsterdam:
„Das ist eine strategische, langfristige Partnerschaft und auch genau so ausgelegt. Man darf jetzt nicht den Fehler machen und glauben, dass wir im Sommer drei Spieler von Ajax Amsterdam bei uns begrüßen werden – ganz im Gegenteil. Ich glaube, wir haben mit der Performance Academy in Sachen Infrastruktur in Pasching einen ersten guten Schritt für unsere Akademie gesetzt.
Das hier ist nun ein weiterer Schritt in Richtung Talentförderung und Spielerentwicklung. Ajax ist ein unglaublich renommierter Klub mit zig international prominenten Beispielen. Da geht es hauptsächlich um Wissensaustausch und Know-how auf Akademie-Level, sowohl für unsere Trainer als auch für die Spieler. In den letzten Wochen hatten wir bereits zwei Spieler beim Future Cup in Amsterdam, die dort die Chance hatten, gegen Ajax, PSG oder Sporting Lissabon zu spielen. Das sind genau die internationalen Turniere, bei denen unsere Akademiespieler mal ein bisschen internationales Flair schnuppern können.“
Janko über LASK: „Für mich sind sie schon länger ein Meisterkandidat, weil sie vorne einfach sehr variabel sind“
Marc Janko (Sky Experte) über die Bedeutung des Sieges für den LASK im Meisterrennen:
„Das war heute ein ganz wichtiger Schritt. Ich habe schon vor dem Spiel gesagt: Der Gewinner dieser Partie wird noch mal im Meisterrennen mitmischen können. Nach dem überzeugenden Sieg gegen die Austria letzte Woche ist das heute in Salzburg ein absolutes Statement und eine geglückte Revanche. Die deutliche Niederlage in Linz hat ihnen damals wehgetan, aber die Art und Weise, wie sie heute aufgetreten sind, war stark.
Das Angriffskonzept war zwar einfach – hinten gut stehen und die drei vorne machen lassen –, aber es war effektiv. Das wird vielleicht nicht gegen jeden Gegner so funktionieren, aber der LASK wirkt absolut stabil. Für mich sind sie schon länger ein Meisterkandidat, weil sie vorne einfach sehr variabel sind.“
Siehe auch:
3:2-Coup LASK! FC Red Bull Salzburg weiter im Frühjahr ohne Heimsieg
SPIELFILM im Ligaportal-LIVETICKER
Statement-Quelle: Sky Sport Austria