Die erste bemannte Mondmission seit mehr als 50 Jahren ist erfolgreich zu Ende gegangen. Die vier Astronauten der Mission Artemis 2 landeten nach rund zehn Tagen im Weltall planmäßig um kurz nach zwei Uhr nachts deutscher Zeit im Meer vor der kalifornischen Küste nahe San Diego, wie Liveaufnahmen der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten.
Mehrere Fallschirme
bremsten die Raumkapsel nach dem Eintreten in die Erdatmosphäre ab. Spezialkräfte der Nasa und des
US-Verteidigungsministeriums halfen den Astronauten aus der Kapsel und brachten sie auf eine schwimmende Plattform. Später sollten die vier Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen zurück zum Nasa-Hauptsitz in Houston gebracht werden. Nasa-Sprecher Rob Navias sagte im Livestream, die Astronauten seien in einem „großartigen Zustand“.
„Eine perfekte Mission“
Ihre Angehörigen hatten sich im Besucherraum des Kontrollzentrums versammelt. Dort brach frenetischer Jubel aus, als der Funkkontakt nach dem Eintritt der Raumkapsel in die Erdatmosphäre zurückkehrte und das Gefährt planmäßig um 17.07 Uhr Ortszeit (2.07 Uhr MESZ) im Wasser des Pazifischen Ozeans landete.
Nasa-Chef Jared Isaacman sprach von einer „perfekten Mission“ und fügte hinzu, dies sei erst der Anfang. Für das Jahr 2028 ist eine Mondlandung geplant. Auch US-Präsident Donald Trump gratulierte den Astronauten zu einer „spektakulären“ Mission und lud sie ins Weiße Haus ein. „Wir werden es wieder tun, und dann, nächster Schritt, Mars!“
Rückkehr unter extremen Bedingungen
Der Rückflug zum Abschluss der zehn Tage vorher gestarteten Mission hatte unter extremen Bedingungen stattgefunden: Die Orion-Raumkapsel war mit einer Geschwindigkeit von mehr als 38.000 Stundenkilometern – der 30-fachen Schallgeschwindigkeit – in die Erdatmospähre eingetreten. Sie war dabei Temperaturen von mehr als 2.700 Grad Celsius ausgesetzt. Für den Hitzeschild der Kapsel war das eine riesige Herausforderung – und der vielleicht gefährlichste Moment der Mission. Bei einem Testflug hatte es 2022 Probleme mit dem Hitzeschild gegeben.
© Lea Dohle
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Die vierköpfige Crew war am 1. April ins All gestartet. Sie hatte den Mond in ihrer
Raumkapsel Orion einmal umrundet und sich dabei weiter von der Erde
entfernt als je ein Mensch zuvor. Zudem sammelten die vier Astronauten wertvolle wissenschaftliche Daten, um
künftige bemannte Mondlandungen vorzubereiten.
Der Flugverlauf von Artemis 2 glich insgesamt einer Acht um Erde und Mond und umfasste eine Strecke von mehr als 2,3 Millionen Kilometern. Am weitesten Punkt waren die Astronauten rund 406.771 Kilometer von der Erde entfernt. Dem Mond näherten sie sich auf rund 6.545 Kilometer. Eine Mondlandung war nicht geplant.
Artemis 2 gilt als Generalprobe für eine geplante Mondlandung 2028
Insbesondere auf der Rückseite des Mondes erblickte die Crew auch aufgrund der Sonnenverhältnisse Dinge, die nie ein Mensch zuvor mit eigenen Augen gesehen hat. Sie erlebten zudem eine seltene Ansicht auf eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne vom Raumschiff aus hinter dem Mond verschwand.
Die Mission Artemis 2 gilt als Generalprobe für eine 2028 geplante Mondlandung. Das langfristige Ziel ist der Aufbau einer dauerhaften Mondstation. Von dort sollen Flüge zum Mars starten. Das gesamte Artemis-Programm hat seit 2012 mindestens 93 Milliarden Dollar gekostet, schätzen Experten.
Mondmission
Artemis 2
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Traumlage, nur 380.000 Kilometer von der Erde entfernt