Latein vs. KI

Mit ChatGPT arbeiten oder Cicero übersetzen? Die Frage, was Jugendliche in der Schule heutzutage lernen sollten, spaltet Niederösterreich.

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Lisa Oblak

Weniger Latein, mehr Künstliche Intelligenz und Medienbildung: Die geplante Lehrplanreform für Gymnasien spaltet Niederösterreich. AHS-Landesschulsprecher Marko Belic begrüßt die Modernisierung, Direktorinnen und Direktoren warnen vor Einschnitten bei bewährten Fächern. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) plädiert für einen Mittelweg – und bringt noch einen ganz anderen Vorschlag in die Debatte ein.

Statt Cicero bald ChatGPT? Seit Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) eine Reform der Lehrpläne der AHS-Oberstufe angekündigt hat, wird darüber diskutiert, welche Inhalte im Gymnasium vermittelt werden sollen. Geht es nach dem Minister, müssen die Unterrichtsinhalte „zeitgemäßer“ werden. Konkret könnte Latein an den 57 Gymnasien in Niederösterreich ab dem übernächsten Schuljahr nur noch zwei statt bisher meist drei Wochenstunden unterrichtet werden. An seine Stelle könnten die Fächer „Informatik und Künstliche Intelligenz“ sowie „Medien und Demokratie“ treten. Die Pläne polarisieren.