Die Kostüme von Irina Shaposhnikova – ein Mix aus seidenem Glamour und Exoskelet – verleihen den Figuren eine Mystik, die auch durch den Einsatz von Bewegung unterstrichen wird. Denn Linning, die auch Choreografin ist, schnürt Darsteller und Chor nicht nur in ein recht enges Bewegungsskellet, sondern stellt ihnen auch vier Mitglieder des Ballettensembles zur Seite, die immer wieder wie Wassertropfen in der Inszenierung aufschlagen und das Personal in wellenartige Bewegung versetzen. Das Resultat ist eine Art stilistisches Gesamtkunstwerk, das sich perfekt in Rameaus Musik fügt.