Am Ende hat es nicht ganz gereicht: 2500 Besucher an zwei Tagen bedeutet, dass es noch ein paar Karten für das „Easter Cross“ 2026 gegeben hätte, um das große Ziel „ausverkauft“ vermelden zu können. Dennoch fällt die Bilanz rundum positiv aus.

Wer am Osterwochenende in der und um die Neckarhalle unterwegs war erlebte vor allem eines: entspannte Stimmung und gute Laune. Natürlich gibt es da die Vorfreude auf die persönlichen Highlights beim zweitägigen Metalfestival. Und, ja, es gibt sie auch hier, die kleinen Dramen, die für Momente so groß werden, dass kein Platz für anderes ist. Aber insgesamt?

Eingespieltes Team

„Das Team ist mittlerweile bestens eingespielt. Dadurch war im Vorfeld und auch während der Veranstaltung alles sehr rund und harmonisch“, resümiert Silas Barth, Vorsitzender der Oberndorfer Musikinitiative (OMI), die das Festival in Kooperation mit der Stadtjugendpflege veranstaltet.

Befürchtungen hatte man im Vorfeld ein bisschen wegen der großen Baustelle, die die Austraße in weiten Teilen zur Tabuzone macht und den beliebten „Elefantenparkplatz“ gewissermaßen als „Bauhof“ beansprucht. Wie würde sich das auf die Parksituation auswirken?

Neue Möglichkeiten

„Da der Elefantenparkplatz gesperrt war, haben wir einfach mal die umliegenden Firmen angeschrieben, und hier kam echt positive Resonanz. So konnten wir die ganzen Parkplätze offiziell ausschildern. Die gab es ja vorher auch schon, und da wurde mit Sicherheit auch geparkt – nur dieses Mal waren sie eben offiziell“, berichtet Mario Wehl, der diese Möglichkeiten auch publik machte. Sehr zur Freude der Besucher insbesondere aus der weiteren Region, die mit den Oberndorfer Gegebenheiten nicht so vertraut sind.

Das sorgt dann schon bei der Anreise für weniger Stress – bei den Besuchern. „Die durch die Baustelle verschuldete, interessante Parkplatzsituation haben unsere Partner von der Stadtjugendpflege sehr gut organisiert und unsere Besucher vorbildlich umgesetzt. Es ist auch kaum Müll zurückgeblieben“, bestätigt Barth, der auch sich auch schon mal festlegt: „Das Feedback von den Bands und Besuchern ist durchweg super. Deshalb wird sich auch nächstes Jahr am Konzept nichts ändern.“

Viel Arbeit

Stress gab es natürlich doch – und zwar im Helferteam. Von Montag bis Mittwoch abends Aufbau, Donnerstag den ganzen Tag – da will die Bühnentechnik erledigt sein. Und dann nochmal am Samstagvormittag. Eineinhalb Tage, 15 Bands und 2500 Besucher später, und zwar nicht lange, nachdem die gefeierten „T.B.S.“ die Bühne verlassen hatten, dann Zeit für den Abbau, der gegen 18 Uhr am Montag erledigt war: Das erfordert schon Motivation und auch Kondition.

Zwar stehen für die beiden Veranstaltungstage jeweils rund 120 ehrenamtliche Helfer zur Verfügung, doch freut sich das OMI-Team immer über zusätzliche Kräfte. Und auch dieses Jahr waren neue Gesichter am Start, die beweisen, dass das „Easter Cross“ nicht nur beim Publikum beliebt ist, und dass es doch auch eine stete Verjüngung im Helferteam gibt.

Vorverkauf für 2027 läuft

Keine schlechten Voraussetzungen für die Zukunft. Die ist übrigens schon ganz nahe, denn die Zeiten, in denen man sich so ab Advent Gedanken über das nächste „Easter Cross“ machte, sind vorbei. Das lässt der Markt nicht mehr zu. Und so nahmen manche Besucher erstaunt zur Kenntnis, dass nicht nur die ersten drei Bands für 2027 bereits feststehen.

Die Präsentation schmetterte mit „Skindred“ einen Namen auf die Leinwand, der absolut headlinertauglich ist. Sehr zur Freude auch von Silas Barth, der berichtet: „2011 hab ich die Band zum ersten Mal angefragt, seitdem jedes Jahr. Endlich hat’s geklappt! Nächste Woche bringen sie ihr neues Album raus! Die Band sieht man nicht oft auf Festival-Plakaten, deshalb freut es mich umso mehr, dass es endlich geklappt hat. Live ist die Band der Hammer, weshalb sie sogar schon Awards als beste Live-Band gewonnen hat.“

Mit „Mittel Alta“ sind auch Newcomer bestätigt, die aber gerade richtig durchstarten. „Consvmer“ waren bereits für 2025 geplant, mussten aber kurzfristig absagen: „Da freut es mich, dass die progressiven Metaler aus Speyer ihren Auftritt nächstes Jahr nachholen können“, so Barth. Der Vorverkauf ist übrigens angelaufen.