Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Westautobahn bei Laakirchen hat am Sonntagvormittag ein Menschenleben gefordert – und einen prominenten Fußballprofi ins Zentrum eines erschütternden Geschehens gerückt. Das Opfer: ein 38-jähriger Schweizer aus Rothrist im Kanton Aargau, Cousin des ehemaligen LASK-Spielers Valon Berisha, der erst vor wenigen Tagen beim FC Zürich anheuerte.

 

Valon Berisha als Ersthelfer – vergeblicher Kampf um ein Leben

Nach bisherigen Informationen war der Mann gegen 8.10 Uhr mit einem Lieferwagen auf Höhe der Raststation Lindach unterwegs, als sein Fahrzeug aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam. In weiterer Folge prallte der Wagen frontal gegen die Seite einer hölzernen Lärmschutzwand. Für den 38-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Besonders tragisch: Valon Berisha selbst befand sich unmittelbar vor dem Lieferwagen auf der Autobahn. Den folgenschweren Moment nahm der 33-jährige Fußball-Profi im Rückspiegel wahr. Augenblicklich hielt er an, eilte zur Unfallstelle und beteiligte sich gemeinsam mit weiteren Ersthelfern an den Rettungsmaßnahmen. Zudem wurden umgehend die Einsatzkräfte verständigt.

Trotz rund halbstündiger Reanimationsversuche gelang es nicht, das Leben des Mannes zu retten. Er wurde noch am Unfallort für tot erklärt. Für Berisha und die anderen Helfer stand im Anschluss das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes bereit, um die unmittelbaren psychischen Belastungen abzufedern.

Zwischen Derby-Sieg und Schicksalsschlag

Der tragische Vorfall ereignete sich nur wenige Stunden nach einem sportlichen Höhepunkt. Erst vor zwei Wochen war Valon Berisha vom LASK zum FC Zürich gewechselt. Am Samstagabend hatte er mit seinem neuen Klub das Zürcher Derby gegen die Grasshopper Club Zürich mit 2:1 für sich entschieden.

In der Nacht dürften sich die beiden Cousins auf den Weg nach Linz gemacht haben, um persönliche Gegenstände aus einer Wohnung abzuholen. Die Fahrt endete in einer Katastrophe.

Der FC Zürich reagierte am Montag mit einer Stellungnahme. Der Verein zeigte sich tief betroffen vom Tod eines nahen Angehörigen seines Spielers. Berisha sei zwar nicht in das Unfallgeschehen verwickelt gewesen, habe den Vorfall jedoch als unmittelbarer Zeuge miterlebt. In dieser außerordentlich belastenden Situation gelte das Mitgefühl des Klubs der Familie und den Hinterbliebenen. Zugleich wurde betont, dass man dem Spieler in dieser schweren Zeit eng zur Seite stehe und ihn umfassend unterstütze.

Ein sportliches Wochenende, das mit einem Derby-Erfolg begonnen hatte, mündete damit in eine persönliche Tragödie, deren Nachhall weit über das Spielfeld hinausreichen dürfte.

Fotocredit: Harry Dostal/www.sport-bilder.at