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13.04.2026 08:47
(Akt. 13.04.2026 08:49)

Die empfohlene Jahresration an Fleisch wurde bereits gegessen.
©Pixabay (Sujet)
Am Dienstag ist in Österreich theoretisch der Fleischkonsum beendet. Laut der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ wurde der sogenannte „Meat Exhaustion Day“ (Fleischerschöpfungstag) erreicht. An diesem Tag haben die Österreicherinnen und Österreicher die empfohlene Menge Fleisch für das gesamte Jahr verzehrt.
Die Eat Lancet Kommission empfiehlt pro Kopf jährlich 16,4 Kilo Fleisch, während der tatsächliche Verbrauch bei 58 Kilo liegt. Somit essen die Menschen dreieinhalb Mal mehr Fleisch als empfohlen. Laut „Vier Pfoten“ konsumieren Österreicher wöchentlich im Durchschnitt 7,44 Schnitzel, sollten jedoch nur 2,1 essen. Diese Diskrepanz birgt Gesundheitsrisiken und Umweltgefahren, so die Kampagnenleiterin von „Vier Pfoten“, Veronika Weissenböck.
„Vier Pfoten“: Rabattaktionen bei Fleisch als „Brandbeschleuniger“
Die „allgegenwärtigen Rabattaktionen von Fleisch im Lebensmittel-Einzelhandel wirken dabei als ‚Brandbeschleuniger'“, kritisierte die Tierschutzorganisation. „Wenn tierische Lebensmittel regelrecht verramscht werden, sinkt natürlich das Bewusstsein für ihren Wert. Dass für unsere Nahrung ein Tier gestorben ist, wird dann noch mehr in den Hintergrund gedrängt. Außerdem steigt der Preisdruck umso mehr, was langfristig zu einer Verschlechterung der Haltungsbedingungen der Tiere führt. Daher gilt: Wer billiges Fleisch kauft, zementiert Tierqual“, betonte Weissenböck.
„Vier Pfoten“ machte auch darauf aufmerksam, dass dieses Konsumverhalten enorme Auswirkungen auf Klima und Umwelt habe. Die landwirtschaftliche Tierhaltung – zum großen Teil die Intensivtierhaltung – verursache weltweit in etwa so viel Treibhausgasemissionen wie der gesamte Verkehrssektor und stelle einen maßgeblichen Verursacher der Klimakrise dar. Auch aus diesem Grund habe die Eat Lancet Kommission die sogenannte Planetendiät vorgeschlagen, die Grundlage des „Meat Exhaustion Day“ sei. Der Konsum von Fleisch soll den Empfehlungen zufolge deutlich reduziert werden, die Ernährung pflanzenbasiert sein. Was auch der Gesundheit zugute käme: Laut einer Studie der Harvard Universität würde eine Umstellung des Essverhaltens die frühzeitige Sterblichkeit um bis zu 30 Prozent reduzieren.
Weniger Fleisch ist gut für die Gesundheit
Eine Umstellung auf diese Ernährungsweise ist aber nicht nur gut für Tiere, Klima und Umwelt, sondern nützt laut einer Studie der Harvard Universität auch der Gesundheit deutlich und kann eine frühzeitige Sterblichkeit um bis zu 30 Prozent reduzieren. „Vier Pfoten“ forderte ein Verbot von Rabattaktionen auf Fleisch sowie eine konsequente Kennzeichnung tierischer Produkte nach Haltungsform und Herkunft, und zwar flächendeckend vom Lebensmitteleinzelhandel bis zur Gastronomie.