Ukrainischer Kommandant droht Putin
„Kaum ein Ziel in Russland ist mehr vor uns sicher“
Aktualisiert am 02.05.2026 – 10:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Satellitenbild zeigt die brennende Ölraffinerie im russischen Tuapse: Immer häufiger nimmt die Ukraine nun die russische Ölinfrastruktur ins Visier. (Quelle: Imago)
Beinahe täglich greift die Ukraine die russische Ölinfrastruktur teils weit hinter der Frontlinie an. Nun droht ein ukrainischer Drohnenkommandant Russland.
In den vergangenen Wochen und Monaten haben ukrainische Angriffe auf Ölraffinerien und -pipelines in Russland deutlich zugenommen. Die Attacken setzen das Regime in Moskau wirtschaftlich unter Druck. In einem seltenen Interview hat der Kommandant der ukrainischen Drohnenstreitkräfte Moskau jetzt unverhohlen mit weiterer Zerstörung gedroht.
„Kaum ein Ziel in Russland ist vor unseren Drohnen sicher“, sagte der ukrainische Drohnenkommandant Robert Brovdi der britischen BBC. Auch Ziele, die zwischen 1.500 und 2.000 Kilometer hinter der Front liegen, befinden sich demnach nicht mehr im geschützten russischen Hinterland.
Brovdi, bekannt unter seinem Kampfnamen „Magyar“, führt die Drohnenstreitkräfte der ukrainischen Armee. Im Gespräch mit der BBC erklärt er, warum er es wichtig findet, den Krieg auf das russische Territorium zu bringen: „Für den Gegner sind wir wie ein rotes Tuch. Wir bringen den Krieg auf sein Territorium, damit er ihn selbst spürt“, sagte er.
Die Angriffe richten sich laut Brovdi nicht nur gegen militärische Ziele, sondern zunehmend auch gegen die Energieinfrastruktur Russlands. „Wenn Raffinerien ein Instrument sind, um Ressourcen in Geld für den Krieg umzuwandeln, dann sind sie legitime militärische Ziele“, sagte er der BBC. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete solche Angriffe zuletzt als „sehr schmerzhaft“ für Moskau.
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Die Drohnenangriffe werden von streng geheimen Militärbasen aus koordiniert. BBC-Journalisten berichten von einem unterirdischen Gefechtsstand, in dem zahlreiche Bildschirme Live-Aufnahmen vom Schlachtfeld zeigen. Dort verfolgen Soldaten in Echtzeit die Einsätze der Drohnenpiloten und dokumentieren deren Ergebnisse.
Obwohl die Drohnenstreitkräfte nur rund zwei Prozent der Gesamtstärke der ukrainischen Armee ausmachten, seien sie für etwa ein Drittel der erfolgreichen Angriffe auf Russland verantwortlich, erzählte Brovdi. Drohnen hätten sich zum wichtigsten Faktor entwickelt, über den die Ukraine militärischen Druck auf Moskau ausüben könne.
Im Video | Russische Raffinerie brennt lichterloh
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