Mit vielen intensiven Eindrücken, wertvollen Erkenntnissen und einem noch enger zusammengerückten Team hat Bundesliga-Aufsteiger SC Austria Lustenau sein diesjähriges Kurztrainingslager in Lech am Arlberg abgeschlossen. Drei Tage lang nutzten Mannschaft und Trainerteam um Chefcoach Markus Mader die optimalen Bedingungen in der Arlberger Bergwelt, um sowohl auf als auch neben dem Platz die nächsten Schritte in Richtung Saison 2026/27 zu gehen.

Große Verbundenheit zwischen Lech und SC Austria Lustenau 

Bereits am Sonntagvormittag bezog die Austria ihr Quartier im Hotel Gotthard. Nach der ersten Trainingseinheit im Lecher Sportpark stand am Nachmittag die Regeneration im Mittelpunkt. Die Austrianer nutzten die freie Zeit für Behandlungen, Erholung oder um Lech auf eigene Faust zu erkunden. Den gelungenen Auftakt bildete am Abend das gemeinsame Essen beim Fischteich der Familie Mittermayer.

Auch am Montag wurde intensiv gearbeitet. Auf dem Trainingsplatz feilte Cheftrainer Markus Mader gemeinsam mit seinem Trainerteam an Abläufen und taktischen Inhalten. Im Gym des Sportparks Lech stand zudem eine Krafteinheit auf dem Programm. Wie groß die Verbundenheit zwischen Lech und dem SC Austria Lustenau mittlerweile ist, zeigte sich auch beim Vormittagstraining, das unter anderem vom Lecher Bürgermeister Gerhard Lucian besucht wurde.

Co-Trainer Margreitter: „Mein Bereich ist das Verteidigen“

Im Mittelpunkt der Vorbereitung stehen aktuell vor allem die neuen Abläufe gegen den Ball. Seit dieser Saison verstärkt Georg Margreitter das Trainerteam der Austria.

Der 37-jährige, gebürtige Vorarlberger bringt seine langjährige Erfahrung als Profifußballer auf Top-Niveau nun in Lustenau ein: „Mein Bereich ist das Verteidigen. Es ist eine spannende Herausforderung, gemeinsam mit den Jungs einen gemeinsamen Nenner zu finden und die Erfahrungen, die ich in meiner Karriere sammeln durfte, einzubringen. Unabhängig vom System geht es darum, defensive Mechanismen und Automatismen zu entwickeln und als Mannschaft kompakt aufzutreten.“

Cheftrainer Markus Mader sieht darin einen wichtigen Mehrwert:

„Georg bringt unglaublich viel Erfahrung mit und schafft es von der ersten Minute an, eingefahrene Strukturen aufzubrechen. Seine Expertise wird uns ganz sicher helfen.“

Auch mit der Entwicklung des Kaders zeigt sich der 58-jährige Coach zufrieden: „Die Mannschaft ist bereits sehr weit. Unsere Neuzugänge sind hervorragend integriert und vieles funktioniert bereits richtig gut. Wir haben gezielt Spieler verpflichtet, die zu unserer Spielidee und zu unserem Verein passen. Natürlich braucht alles seine Zeit, aber wir sind auf einem sehr guten Weg. Das hat man sowohl in den Trainingseinheiten als auch im ersten Testspiel bereits gesehen.“

Der deutsche Stürmer Lenn Jastremski und Sommer-Neuzugang Niklas Pertlwieser (kam von 2. Ligist SKU Amstetten)

„Natürlich wird sich noch etwas tun, aber das Gerüst steht“

Sportdirektor Dieter Alge blickte auf die intensive Arbeit der vergangenen Wochen zurück:

„Wir sind froh, dass wir zu diesem Zeitpunkt bereits einen großen Teil unseres Kaders beisammenhaben. Das war eine große Herausforderung. Wir haben klare Spielerprofile definiert und konnten viele Wunschspieler verpflichten. Natürlich wird sich noch etwas tun, aber das Gerüst steht.

Hinter diesem Kader steckt viel Vorarbeit und eine starke Zusammenarbeit innerhalb unseres Sportgremiums. Besonders freut uns, dass sich viele Spieler ganz bewusst für uns entschieden haben.“

Und auch für Mader kommt der frühe Stand der Kaderplanung genau zum richtigen Zeitpunkt: „Die Bundesliga wird eine riesige Herausforderung. Deshalb war es wichtig, dass unsere neuen Spieler möglichst früh zur Mannschaft stoßen. So können sie sich an ihre Mitspieler, unsere Spielidee und die Abläufe gewöhnen. Genau dafür sind solche Tage in Lech enorm wertvoll.“

„Wir nutzen die Zeit hier optimal für die Arbeit auf dem Platz, aber genauso für das gegenseitige Kennenlernen.“

Neben den Trainingseinheiten spielte auch das Miteinander eine wichtige Rolle. „Lech ist ein wunderschöner Ort. Wir nutzen die Zeit hier optimal für die Arbeit auf dem Platz, aber genauso für das gegenseitige Kennenlernen. Das ist unglaublich viel wert – noch dazu in einem Ambiente, das einzigartig ist“, so Mader weiter.

Passend dazu wartete am Montagnachmittag ein besonderes Teambuilding-Programm auf die Mannschaft. Beim gemeinsamen Canyoning waren Mut, Vertrauen und Teamgeist gefragt. Viele Spieler überwanden dabei ihre persönlichen Grenzen und bewiesen eindrucksvoll, dass Zusammenhalt nicht nur auf dem Fußballplatz entsteht.

Sportdirektor Dieter Alge fand zum Abschluss dankende Worte: „Ich muss es einfach nochmal sagen: Danke an Clemens und Nicole sowie an Stephan Muxel für die hervorragende Organisation. Wir wissen diese Gastfreundschaft und Unterstützung als Verein und als Mannschaft wirklich sehr zu schätzen. Ohne diese großartige Unterstützung wären solche Rahmenbedingungen nicht möglich. Was uns hier alles geboten wird, sucht seinesgleichen.“

Mittwoch Testspiel gegen Young Boys Bern

Mit zahlreichen positiven Eindrücken, vielen intensiven Trainingseinheiten und einem weiter gefestigten Teamgeist kehrt die Austria aus Lech zurück. Die Grundlagen für die neue Saison sind gelegt. Nun gelte es, die erarbeiteten Inhalte in den kommenden Wochen weiter zu vertiefen, die Automatismen zu festigen und den Feinschliff für den Bundesliga-Auftakt vorzunehmen.

Weiter geht’s für die Mader-Mannen schon am morgigen Mittwoch, den 1. Juli, mit dem nächsten Testspiel. Der SC Austria Lustenau trifft um 14:00 Uhr in der heimischen SUN MINIMEAL Arena auf den Schweizer Erstligisten Young Boys Bern. Der Eintritt zur Partie ist frei.

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Fotocredit: SC Austria Lustenau