Während Seltene Erden seit Jahren die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse dominieren, hat sich ein anderes Element fast unbemerkt an die Spitze der strategischen Prioritätenliste
gesetzt: Antimon.
Lange Zeit als bloßes Beiprodukt oder Nischenmetall abgetan, ist es heute ein kritischer Flaschenhals in der globalen Lieferkette.

Wir stehen vor einem paradoxen Problem: Der Markt für Antimon ist im Vergleich zu Kupfer oder Gold winzig, doch seine Auswirkungen auf die moderne Verteidigungstechnologie und nationale Sicherheit
sind massiv. Hier ist eine gefährliche Dynamik zu beobachten: Ein kleiner, hochkonzentrierter Markt trifft auf eine explodierende Nachfrage im Militärsektor. Was früher eine reine Frage des Preises
war, ist heute eine Frage der staatlichen Souveränität.

Der strategische Flaschenhals der Verteidigungsindustrie

In der modernen Verteidigungsindustrie ist Antimon schlichtweg unverzichtbar. Es dient als essenzieller Härtegrad für Bleilegierungen und ist eine Kernkomponente für:

Moderne Munition und Panzerabwehrwaffen: Erhöhung der Durchschlagskraft.

Raketensysteme: Einsatz in spezialisierten Legierungen für präzise Steuerungskomponenten.

Nachtsichtgeräte und Infrarotsensoren: Antimon-basierte Halbleiterverbindungen sind hier technologisch
alternativlos.

Das Kernproblem ist der „Structural Time Lag“. Während westliche Nationen ihre Verteidigungsbudgets massiv aufstocken und strategische Lagerbestände auffüllen müssen, benötigen neue Bergbauprojekte
Jahre, um die kommerzielle Produktion zu erreichen. Diese Verzögerung zwischen Nachfragespitze und Angebotsreaktion macht bestehende Projekte in fortgeschrittenen Stadien extrem wertvoll.

Das Ende der chinesischen Dominanz und die neue Geopolitik

Die aktuelle Marktkonzentration stellt ein erhebliches Jurisdiktions-Risiko dar. China dominiert nicht nur den weltweiten Abbau, sondern – was oft übersehen wird – vor allem die chemische
Downstream-Verarbeitung. Die jüngsten Exportbeschränkungen Pekings haben verdeutlicht, dass Rohstoffe als geopolitisches Druckmittel instrumentalisiert werden.

Wir erleben einen Paradigmenwechsel: Weg von rein marktgetriebenen Zyklen, hin zu einer Dynamik, die von Industriepolitik und Sicherheitserwägungen bestimmt wird. Drei Faktoren prägen diesen Markt:

Exportbeschränkungen: Die bewusste Verknappung durch den marktbeherrschenden Akteur China.

Geopolitische Spannungen: Die Notwendigkeit der Emanzipation von riskanten Lieferketten.

Unabhängige Lieferketten: Der Fokus auf „Friend-shoring“ und die Sicherung von Verarbeitungskapazitäten in stabilen
Regionen.

Bosnien-Herzegowina als Europas „Hidden Gem“ des Bergbaus

In diesem Kontext rückt auch der Balkan in den Fokus. Das Viogor-Zanik-Projekt von Terra Balcanica (WKN A40DA5 / CSE TERA) liegt im „Western Tethyan Metallogenic Belt“, einer Region mit Weltklasse-Lagerstätten wie Čukaru Peki (Serbien) oder Rosia
Montana (Rumänien).

Das Projekt ist kein bloßer Hoffnungswert mehr, sondern profitiert von harten Standortvorteilen:

Infrastruktur & Synergien: Die unmittelbare Nähe zur aktiven Sase-Mine (Mineco Ltd), die jährlich ca. 330.000
bis 350.000 Tonnen Konzentrat produziert, bietet potenziellen Zugang zu bestehenden Zerkleinerungs- und Flotationskreisläufen.

Geschwindigkeit der Jurisdiktion: Bosnien beweist als „alte europäische Bergbaujurisdiktion“ enorme Dynamik. Ein
Benchmark ist Adriatic Metals (Vareš Mine): Das Projekt schaffte es in nur 4,5 Jahren vom Börsengang bis zum Baubeginn – ein für Europa beispielloser „Fast Track“.

Konsolidierung: Im Mai 2026 sicherte sich Terra Balcanica eine neue Genehmigung über 49,06 km², die die aussichtsreichsten Ziele (Cumavici, Brezani) in einem Gebiet bündelt und die Rechtssicherheit
für die nächsten 7 Jahre garantiert.

Sensationelle Bohrergebnisse auf Cumavici Ridge

Die Phase-III-Bohrungen am Cumavici Ridge-Ziel liefern dabei Gehalte, die zur globalen Spitzenklasse gehören. Bereits im Januar 2025 meldete das Unternehmen einen Intercept, der als weltweit
fünftbestes Antimon-Bohrergebnis des Zeitraums 2024-25 eingestuft wurde.

Die Gehalte am Cumavici Ridge sind außergewöhnlich hoch und liegen oft in geringer Tiefe (unter 100 Meter):

Quelle: Terra Balcanica

*Ag Eq. (Silberäquivalent) basierend auf Metallpreisen von ca. 20 USD/lb für Antimon, 80 USD/oz für Silber und 4.500-5.000 USD/oz für Gold (je nach Veröffentlichungszeitpunkt der Daten durch Terra
Balcanica).

Die Kombination aus extremen Antimon-Werten (bis zu 9,58 % Sb im Kern) und signifikanten Edelmetall-Beifunden unterstreicht die wirtschaftliche Robustheit des Projekts.

Und Cumavici Ridge ist nur eines von zwei Zielen, die Terra Balcanica derzeit erkundet. Ein weiteres vielversprechendes Projekt ist die Entdeckung Brežani, auf der im Jahr 2023 gleich mit der
ersten Diamantbohrung ab der Oberfläche 88,0 m mit einem Gehalt von 0,61 g/t Au-Äquivalent erbohrt wurden. Zudem wurde in 480 m Tiefe eine weitere hochgradige, silber- und antimonreiche Zone
durchteuft, die über 19,6 m 436 g/t Ag-Äquivalent und über 10 m bis zu 1,42 % Antimon aufwies.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://terrabresources.com/en/

Investitionsfokus – Sicherheit vor Preis

Die Priorität für Investoren und Regierungen hat sich verschoben: Es geht um „Security of Supply“. In einer Welt fragiler Lieferketten zählt die garantierte Verfügbarkeit mehr als der Preis pro
Tonne.

Dr. Aleksandar Mišković, CEO von Terra Balcanica, positioniert das Unternehmen strategisch als Lieferanten für den europäischen Markt. Die Nähe zu Endabnehmern in Zentraleuropa eliminiert
logistische Risiken und erfüllt westliche ESG-Standards. Es scheint klar: Die Beseitigung der „Tenure Uncertainty“ durch die neue Genehmigung im Mai 2026 ist ein entscheidender Schritt zur
Risikoreduzierung.

Die Frage für Investoren ist vielleicht nicht mehr, wohin sich die Antimonpreise als Nächstes bewegen, sondern welche Unternehmen und Jurisdiktionen in der Lage sein werden, eine sichere,
langfristige Versorgung zu gewährleisten.

Fazit: Ein Blick in die Zukunft der strategischen Ressourcen

Antimon hat sich vom übersehenen Industriemetall zum Eckpfeiler der nationalen Verteidigung entwickelt. Auch wenn der Preis des gefragten Metalls die absoluten Hochs von Sommer 2025 nicht halten
konnte, besteht der Bedarf wie oben ausgeführt nach wie vor. Und Terra
Balcanica (WKN A40DA5 / CSE TERA) hat unserer Ansicht nach mit dem Viogor-Zanik-Projekt das Potenzial, eine wichtige unabhängigen Antimon-Quellen in Europa zu etablieren
– auch wenn das Unternehmen dabei noch jede Menge Arbeit vor sich hat.

Der Fahrplan für die nächsten 24 Monate ist jedenfalls definiert: Nach der erfolgreichen Absicherung der Konzessionsflächen sollen schon im kommenden Monat weitere Bohrugnen folgen und dann mit
Hochdruck an einer ersten Ressourcenschätzung gearbeitet werden, die bereits für das erste Quartal 2021 geplant ist.

In einer Welt, die sich zunehmend abschottet: Sind wir bereit für die Renaissance des europäischen Bergbaus, um unsere technologische Souveränität zu sichern? Ein kleiner Teil der Antwort auf diese
Frage könnte unter anderem in den Bergen Bosniens geschrieben werden. Wir sind gespannt auf die nächsten Bohrungen und sehen darin einen potenziellen Katalysator, der die Aktie vom aktuellen Tief
aus wieder starten lassen könnte. Derzeit plant Terra Balcanica, eine Finanzierungsrunde in Höhe von 750.000 CAD zu einem Preis von 0,05 CAD pro Anteil abzuschließen (bis zum 8. September), deren
Erlöse zur Finanzierung geophysikalischer Bodenuntersuchungen (IP/Widerstandsmessung) sowie der vierten Phase der Bohrkampagne der Phase IV im Zielgebiet „Cumavici Ridge“ verwendet werden sollen.

 

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