
AUDIO: Mehr UV-Strahlung in Deutschland (1 Min)
Mehr blauer Himmel
Stand: 20.08.2026 12:44 Uhr
Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland, die Hauptursache ist die UV-Strahlung der Sonne. Die hat deutschland- und europaweit in den vergangenen Jahren zugenommen, teilt das Bundesamt für Strahlenschutz mit.
Sonnenbrille und Sonnencreme waren schon immer ratsam, sind es jetzt aber noch mehr: Um zehn bis zwanzig Prozent innerhalb von zehn Jahren hat die jährliche UV-Strahlung zugenommen, zeigt eine europaweite Studie unter Beteiligung des Bundesamts für Strahlenschutz. Gemeint ist dabei die Strahlung, die tatsächlich den Boden erreicht.

Besonders hoch fällt die Zunahme in Mittel- und Westeuropa aus. Die Analysen basieren auf Messungen von insgesamt vierzig präzisen Stationen auf dem gesamten Kontinent, kombiniert mit satellitengestützten Daten zur Globalstrahlung, an denen das vom Deutschen Wetterdienst betriebene europäische Zentrum Satellite Application Facility on Climate Monitoring (CM SAF) beteiligt war. An der Untersuchung haben insgesamt fünfzig Forschende aus 19 europäischen Ländern mitgewirkt.
Weniger Bewölkung durch Klimawandel
Als Grund für die Zunahme sehen die Forschenden die Abnahme der Bewölkung, unter anderem aufgrund des Klimawandels. In Regionen mit geringer Bewölkung und ohnehin hoher Strahlung, etwa in Spanien, blieb die UV-Belastung gleich oder hat leicht abgenommen. Veränderungen in der Ozonschicht würden keine große Rolle spielen. Vom Bundesamt für Strahlenschutz heißt es, im Zuge der Klimaanpassung müsse es auch einen besseren Schutz vor UV-Strahlung geben, etwa mehr Schatten durch Stadtgrün, das gleichzeitig auch vor Hitze schützt.

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