{"id":100112,"date":"2026-04-13T12:42:08","date_gmt":"2026-04-13T12:42:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/100112\/"},"modified":"2026-04-13T12:42:08","modified_gmt":"2026-04-13T12:42:08","slug":"sturmecho-383-vienna-calling-sk-sturm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/100112\/","title":{"rendered":"SturmEcho 383: Vienna Calling | SK Sturm"},"content":{"rendered":"<p>      Wien-Win-Situation <\/p>\n<p>Die Millionenmetropole an der Donau ist die zweitgr\u00f6\u00dfte steirische Stadt. Deshalb ist Wien bei aller Konkurrenz auch ein wichtiger Markt f\u00fcr Sturm Graz. Fans \u201eim Exil\u201c vernetzen sich zunehmend, auch f\u00fcr einen Wiener Fanklub dreht sich \u201evom Rathaus bis zum Donauturm\u201c alles nur um Sturm. <\/p>\n<p>Zwischen den beiden St\u00e4dten liegen nur 198 Kilometer. Und doch trennen Graz und Wien gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig mitunter Welten. Hier die Zwei-Millionen-Metropole und Bundeshauptstadt \u2013 da die rund 300.000 Einwohner z\u00e4hlende Landeshauptstadt in der Provinz. Gegenseitige Vorurteile pr\u00e4gen die Beziehung: von den angeblich grantigen, hochn\u00e4sigen Wienern bis zum vermeintlich \u201ewilden Bergvolk hinterm Semmering\u201c. In diesem Klima gedeiht freilich auch im Fu\u00dfball ein Konkurrenzverh\u00e4ltnis, in dem Wien lange Zeit die F\u00fchrungsrolle innehatte: Im Nachkriegs\u00f6sterreich gab es erst 1964\/65 mit dem LASK einen Meister, der nicht aus der Donaustadt stammte. In den 1970er-Jahren br\u00f6ckelte die Vormachtstellung vollends und doch dauerte es bis 1997\/98, ehe Sturm Graz erstmals die ersehnte Meisterschale nach Graz bringen konnte. Und heute? W\u00e4hrend die Schwarz-Wei\u00dfen zuletzt in den vergangenen beiden Bundesliga-Spielzeiten triumphierten, liegt der letzte Meistertitel eines Wiener Klubs bereits 13 Jahre (Austria Wien) zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Gewachsene Rivalit\u00e4t <\/p>\n<p>Die Partien zwischen Sturm und Rapid geh\u00f6ren zum Emotionalsten und Stimmungsvollsten, das der \u00f6sterreichische Fu\u00dfball zu bieten hat. Das 2023 in Klagenfurt ausgetragene Cupfinale zwischen Schwarz-Wei\u00df und Gr\u00fcn-Wei\u00df gilt in puncto Fanatmosph\u00e4re sogar als Glanzpunkt im europ\u00e4ischen Klubfu\u00dfball. Die Rivalit\u00e4t ist historisch gewachsen, jahrelang waren von den Kontrahenten Schm\u00e4hges\u00e4nge zu h\u00f6ren. So stimmte die Grazer Kurve etwa h\u00e4ufig \u201eWiener, asoziale Wiener, schlafen unter Br\u00fccken oder in der Bahnhofsmission\u201c an, worauf die Gr\u00fcnen zu kontern pflegten: \u201eWir sind eure Hauptstadt, ihr Bauern!\u201c Oder eben umgekehrt. Abgesehen von den einfallslosen \u201eGrazer Schweine\u201c- beziehungsweise \u201eWiener Schweine\u201c-Sprechch\u00f6ren kann es auch \u00dcberraschendes im Kurvenduell geben. So reagierten die nach Wien mitgereisten Grazer Fans etwa einmal auf ein verh\u00f6hnendes Spruchband mit der Aufschrift \u201eRapid Wien dankt seinen Bauern f\u00fcr Getreide, Obst und Kern\u00f6l\u201c mit dem spontanen und lautstarken Absingen von Gert Steinb\u00e4ckers Kultsong \u201eSteiermark\u201c. \u201eDas Spruchband hat uns zu einer ohrenbet\u00e4ubenden H\u00f6chstleistung motiviert\u201c, erinnert sich Vors\u00e4nger Oliver Parfi an den Moment, der auch das Wiener Publikum sichtlich \u00fcberraschte. <\/p>\n<p>Doch Wien bedeutet f\u00fcr Sturm mehr als nur die sportliche Rivalit\u00e4t mit seinen Klubs. Die Bundeshauptstadt beherbergt, Tagespendler ausgenommen, mindestens 45.000 Steirerinnen und Steirer und gilt daher als die zweitgr\u00f6\u00dfte steirische Stadt. \u201eDas ist ein ungeheuer gro\u00dfes Potenzial\u201c, sagt Thomas Hofer, der dem Kuratoriumsausschuss von Sturm angeh\u00f6rt und sich in Wien seit Jahren um Vernetzung k\u00fcmmert. Der aus Judenburg stammende Ex-Journalist und nunmehrige Politikberater lebt seit 1992 in Wien. Mit\u00fcbersiedelt ist seine Leidenschaft f\u00fcr Sturm Graz. \u201eIch war immer Sturm-Fan, daran hat sich nat\u00fcrlich auch in Wien nichts ge\u00e4ndert. In Wien gab es immer schon ein gewisses schwarz-wei\u00dfes Fundament. Mit den Erfolgen der \u00c4ra Ivica Osim und den erfolgreichen Jahren unter Andreas Schicker und Christian Ilzer ist dieses weiter angewachsen\u201c, sagt der 52-j\u00e4hrige Kommunikationswissenschaftler. Nach einem von Hofer initiierten Pilottreffen ist auf Initiative von Sturm-Pr\u00e4sident Christian Jauk damit begonnen worden, Repr\u00e4sentanten der Schwarz-Wei\u00dfen vor oder nach Ausw\u00e4rtsspielen nach Wien zu bringen, wo diese Vortr\u00e4ge \u00fcber ihren Lieblingsklub hielten. Unter den Zuh\u00f6rern fand man zahlreiche Meinungsbildner, die allesamt vom Sturm-Virus infiziert waren. Und davon gibt es nicht wenige. <\/p>\n<p>Den gesamten Beitrag mit Statements von Christian Jauk, Thomas Tebbich, Oliver Parfi, Thomas Hofer sowie der Schwarzen Szene Wien lesen Sie im neuen SturmEcho 383.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wien-Win-Situation Die Millionenmetropole an der Donau ist die zweitgr\u00f6\u00dfte steirische Stadt. Deshalb ist Wien bei aller Konkurrenz auch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":100113,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[46,42,16049,36857,36859,36861,36860,17488,44,20916,214,16051,181,36856,36858,182],"class_list":{"0":"post-100112","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wien","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-blickt","11":"tag-duelliert","12":"tag-endspurt","13":"tag-hinaus","14":"tag-landesgrenzen","15":"tag-meisterschaft","16":"tag-oesterreich","17":"tag-steirischen","18":"tag-sturm","19":"tag-sturmecho","20":"tag-vienna","21":"tag-viermal","22":"tag-weit","23":"tag-wien"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116397457013151502","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/100112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=100112"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/100112\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/100113"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=100112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=100112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=100112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}