{"id":100435,"date":"2026-04-13T16:01:10","date_gmt":"2026-04-13T16:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/100435\/"},"modified":"2026-04-13T16:01:10","modified_gmt":"2026-04-13T16:01:10","slug":"apples-frueherer-ki-chef-john-giannandrea-verlaesst-das-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/100435\/","title":{"rendered":"Apples fr\u00fcherer KI-Chef John Giannandrea verl\u00e4sst das Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Es war ein denkw\u00fcrdiger Auftritt am Nachmittag des 11. Juni 2024: Apples damaliger KI-Chef John Giannandrea und Software-Chef Craig Federighi demonstrierten auf der B\u00fchne des Steve Jobs Theater im Apple-Hauptquartier in Cupertino den gro\u00dfen Schulterschluss. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Apple-Intelligence-Das-sagen-der-KI-und-der-Software-Chef-zum-Siri-Neubeginn-9757150.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die von Apple-Chef Tim Cook eingeleitete Fragestunde<\/a> mit YouTuberin iJustine sollte die kurz zuvor vorgestellte Apple Intelligence inhaltlich vertiefen und vermutlich ein Signal der Einm\u00fctigkeit in der Apple-Chefetage ausstrahlen. Jetzt, nicht einmal zwei Jahre danach, wird Giannandrea das Unternehmen zur Monatsmitte verlassen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Das Schicksal des fr\u00fcheren Google-Mitarbeiters ist eng verkn\u00fcpft mit den <a href=\" https:\/\/www.heise.de\/thema\/Kuenstliche-Intelligenz\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">KI-Bem\u00fchungen Apples<\/a>. Damals angek\u00fcndigte Grundfunktionen der Apple Intelligence wie das Zusammenfassen von Texten oder ma\u00dfgeschneiderte Emojis erreichten zwar binnen weniger Monate einen gro\u00dfen Teil der Apple-Kundschaft. Der Blick der Fachwelt richtete sich allerdings mehr auf das, was nicht kam: Siri sei kein Sprachassistent mehr, sondern ein Ger\u00e4teassistent mit tieferem Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, was auf dem Ger\u00e4t passiert, t\u00f6nte Giannandrea in der damaligen Fragestunde. Zwei Jahre sp\u00e4ter gibt es immer noch nur die Ank\u00fcndigung, dass Siri besser werden soll. Zuletzt verdichteten sich jedoch Berichte, wonach Apple f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/iOS-27-Apple-erwaegt-Siri-App-und-Siri-fragen-Knopf-11224654.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">iOS 27 eine eigene Siri-App sowie einen Chatbot-Modus<\/a> plant.<\/p>\n<p>KI-Weichen neu gestellt<\/p>\n<p>Giannandrea kam im Jahr 2018 zu Apple. Bei Google war er zuvor acht Jahre lang t\u00e4tig. Seine Expertise in Machine-Learning passte gut zu Apples Ambitionen, die mit der Neural Engine auch in Hardware gegossen wurden. Doch als mit ChatGPT von OpenAI Jahre sp\u00e4ter die generativen Sprachmodelle einen Hype ausl\u00f6sten, wirkte Apple wie auf dem falschen Fu\u00df erwischt. Die Vorstellung der Apple Intelligence, 2024, sollte der Befreiungsschlag werden. Die \u201eAI for the rest of us\u201c (KI f\u00fcr den Rest von uns) sollte mit dem Datenschutz-Vorrang punkten. Stattdessen machte Apple Schlagzeilen damit, dass die KI-Siri offenbar gar nicht funktionierte und das Projekt offenbar komplett zur\u00fcckgesetzt werden musste. Intern gilt die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Dauerbaustelle-Siri-Vision-Pro-Chef-soll-es-jetzt-richten-10323435.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dauerbaustelle Siri bereits seit L\u00e4ngerem als Problemfall<\/a>, da versprochene Funktionen immer wieder verschoben wurden.<\/p>\n<p>Die diesj\u00e4hrige <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/WWDC-2026-am-8-Juni-Apple-gewaehrt-ersten-Blick-auf-iOS-27-und-macOS-27-11221912.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni<\/a> soll nun den Trubel der vergangenen Jahre vergessen machen. Apple ist eine Kooperation mit Google eingegangen, um deren KI-Modell Gemini zu verwenden. Vor allem aber wurden erhebliche Ver\u00e4nderungen in der Leitung vorgenommen. Dabei gilt Federighi intern als Verfechter eines eher <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Federighi-und-Apples-KI-Ambitionen-Pragmatismus-statt-Innovation-11152262.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">pragmatischen KI-Kurses mit Fokus auf Budgets<\/a> und Partnerschaften. Der ehemalige Vision-Pro-Chef brachte f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Apple-baut-Siri-Abteilung-um-uebernimmt-Vision-Pro-Entwickler-10359675.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Umbau der Siri-Abteilung<\/a> zahlreiche Experten aus seinem alten Team mit. Weitere erfahrene Kr\u00e4fte, die es richten sollen, sind Eddy Cue und Sabih Khan. Erneut ist ein Ex-Googler mit in der Verantwortung: Neuzugang Amar Subramanya soll als Vice President of AI aber deutlich weniger Eigenst\u00e4ndigkeit genie\u00dfen als sein Vorg\u00e4nger. Er berichte an Federighi.<\/p>\n<p>Eine letzte Aktienpr\u00e4mie<\/p>\n<p>Giannandrea war in den vergangenen Monaten nur noch Berater f\u00fcr Apple. Sein R\u00fcckzug wurde im Dezember 2025 angek\u00fcndigt, nachdem zuvor bereits laut geworden war, dass es zwischen den Ressortleitern bei Apple geknirscht hat. Bereits im M\u00e4rz 2025 habe Cook Giannandrea deshalb die Leitung des Siri-Teams entzogen, hie\u00df es in Medienberichten. Es war ein R\u00fcckzug in Raten. Sein Verbleib bis Mitte April <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/newsletters\/2026-04-12\/apple-ai-smart-glasses-features-styles-colors-cameras-giannandrea-leaving-mnvtz4yg\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">erkl\u00e4rt Bloomberg-Reporter Mark Gurman<\/a> mit den \u00fcblichen Gepflogenheiten in b\u00f6rsennotierten Unternehmen, um Giannandrea noch eine letzte Aktienpr\u00e4mie auszahlen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Nach Apple will der fr\u00fchere KI-Chef laut Bericht in verschiedenen Unternehmensvorst\u00e4nden mitwirken und als Berater f\u00fcr Start-up-Unternehmen t\u00e4tig werden. Wie stark Apples stotternder KI-Motor tats\u00e4chlich mit seiner Person verkn\u00fcpft war, wird sich in den n\u00e4chsten Monaten zeigen. Finanziell profitiert der Konzern trotz technischer R\u00fcckst\u00e4nde massiv: Erwartungen zufolge wird <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Apple-verdient-bald-eine-Milliarde-US-Dollar-dank-KI-im-App-Store-11221048.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Apple bald eine Milliarde US-Dollar durch KI-Apps<\/a> im App Store verdienen.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mki<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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