{"id":100814,"date":"2026-04-13T19:53:06","date_gmt":"2026-04-13T19:53:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/100814\/"},"modified":"2026-04-13T19:53:06","modified_gmt":"2026-04-13T19:53:06","slug":"neue-5g-frequenzen-in-oesterreich-versteigert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/100814\/","title":{"rendered":"Neue 5G-Frequenzen in \u00d6sterreich versteigert"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/New-5G-frequencies-auctioned-in-Austria-11255680.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>39,4 Millionen Euro hat eine Versteigerung von Funkfrequenzrechten f\u00fcr Mobilfunkdienste in \u00d6sterreich eingebracht. Die 2010 versteigerten Nutzungsrechte im Bereich um 2600 MHz laufen zum Jahresende aus, was die Neuvergabe erforderlich macht. Zus\u00e4tzlich hat die Regulierungsbeh\u00f6rde TKK (Telekom-Control-Kommission) erstmals den ungepaarten Frequenzblock von 2300 bis 2360 MHz zugeteilt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die erl\u00f6ste Geldsumme ist fast exakt so hoch wie die 39,5 Millionen Euro des Jahres 2010 (Az. F4\/08). Allerdings ist diesmal mehr Frequenzspektrum unter den Hammer gekommen, und das f\u00fcr wesentlich l\u00e4ngere Laufzeiten, sodass der Preis pro Megahertz und Bandbreite und Jahr deutlich gefallen ist. Einerseits gibt es inzwischen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Oesterreich-hat-nur-noch-drei-Mobilfunknetze-1777288.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nur mehr drei fl\u00e4chendeckende Mobilfunknetzbetreiber in \u00d6sterreich<\/a>, w\u00e4hrend 2010 noch vier geboten haben.<\/p>\n<p>Andererseits war die Maximierung des Erl\u00f6ses ausdr\u00fccklich kein Ziel des am Freitag zu Ende gegangenen <a href=\"https:\/\/www.rtr.at\/TKP\/was_wir_tun\/telekommunikation\/spectrum\/procedures\/FRQ_2300_2600_MHz\/FRQ_2300_2600_MHz.de.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Vergabeverfahrens (Az. F2\/24)<\/a>. Stattdessen sollten dadurch Effizienz der Frequenznutzung, Wettbewerb, innovative Gesch\u00e4ftsmodelle, sowie Mobilfunkversorgung hinsichtlich Abdeckung und Qualit\u00e4t gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>Das Ergebnis<\/p>\n<p>Den erstmals vergebenen 2300-Mhz-Block hat sich Magenta (T-Mobile Austria) gesichert. F\u00fcr die 60 MHz zahlt die Tochter der Deutschen Telekom 4,2 Millionen Euro. Denselben Preis bezahlt Drei (Hutchison Drei Austria) f\u00fcr 50 MHz ungepaartes Spektrum, wovon aber nur die 40 MHz von 2575 bis 2615 MHz frei nutzbar sind. Die H\u00e4lfte davon hat Drei bereits 2010 inne, die andere H\u00e4lfte muss A1 (Telekom Austria) zum Jahresende r\u00e4umen. Der g\u00fcnstigere Preis k\u00f6nnte unter anderem daran liegen, dass mehrere Nachbarl\u00e4nder \u00d6sterreich dieses Spektrum f\u00fcr Luftwaffenzwecke nutzen und so in Grenzn\u00e4he St\u00f6rungen ausl\u00f6sen k\u00f6nnten, Einfluss gehabt haben.<\/p>\n<p>Bei den gepaarten Frequenzen im Bereich von 2600 MHz gibt es nur eine kleine Defragmentierung der Nutzungsrechte, die zugeteilte Bandbreite bleibt gegen\u00fcber dem aktuellen Stand unver\u00e4ndert. A1 und Drei erhalten je 2&#215;25 MHz zum Preis von je gut elf Millionen Euro, Magenta zahlt f\u00fcr seine 2&#215;20 MHz knapp neun Millionen Euro. Die 2600-MHz-Rechte laufen mindestens bis 2046, vielleicht aber auch bis 2050 oder gar 2055. Letzteres w\u00e4re dann der Fall, wenn sich Funktechnik und regulatorische Vorgaben f\u00fcr Zeitduplex-Betrieb (TDD) bis Ende 2042 positiv entwickeln, sich die Netzbetreiber auf Umschichtung ihrer Frequenzrechte einigen und sp\u00e4testens 2046 tats\u00e4chlich TDD in Betrieb nehmen.<\/p>\n<p>2010 hat noch Orange Austria (vormals One) 2&#215;10 MHz ergattert. Doch Anfang 2013 <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Hutchison-3G-kauft-Orange-Austria-letzte-regulatorische-Huerden-ueberwunden-1774193.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00fcbernahm Drei den Mobilfunk-Mitbewerber Orange<\/a>. Noch am selben Tag reichte Drei die Orange-Diskonttochter Yesss an Marktf\u00fchrer A1 weiter. Die 2600-Mhz-Frequenzrechte Oranges wurden dabei zwischen A1 und Drei geteilt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Versorgungsauflagen<\/p>\n<p>Die gepaarten Frequenzbl\u00f6cke muss jeder Netzbetreiber sp\u00e4testens Ende 2029 an 1.400 Sendestandorten verwenden, ab Ende 2032 an 1.600 Standorten und ab Ende 2036 an 2.000 Standorten. Sowohl Drei als auch Magenta m\u00fcssen die ungepaarten Frequenzen sp\u00e4testens Ende 2029 an jeweils 250 Standorten nutzen, Ende 2032 an mindestens 600 Standorten und ab Ende 2036 an 1.000 Standorten. Die ungepaarten Bl\u00f6cke werden in aller Regel f\u00fcr den Downlink (vom Mobilfunknetz zum Endger\u00e4t) eingesetzt.<\/p>\n<p>Eine <a href=\"https:\/\/www.rtr.at\/TKP\/aktuelles\/entscheidungen\/Uebersichtseite.de.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Reihe von TKK-Bescheiden<\/a> zeigt, dass \u00d6sterreichs Mobilfunker ihre Versorgungsauflagen nicht immer l\u00fcckenlos einhalten. Im Multiband-Vergabeverfahren des Jahres 2020 (Az. F1\/16) w\u00e4hlte jeder Betreiber bestimmte, unterversorgte Katastralgemeinden aus, die er bis 2022 abzudecken gelobte. Keiner der drei Mobilfunker hat das zur G\u00e4nze geschafft. Den gr\u00f6\u00dften R\u00fcckstand hat Marktf\u00fchrer A1, der laut Bescheiden aus dem heurigen Jahr 33 der 349 selbst gew\u00e4hlten Gemeinden nicht hinreichend versorgt (Az. F 4\/23, F3\/24, F3\/25). Daher soll A1 1,32 Millionen Euro P\u00f6nale entrichten.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:ds@heise.de\" title=\"Daniel AJ Sokolov\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ds<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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