{"id":102473,"date":"2026-04-14T17:13:08","date_gmt":"2026-04-14T17:13:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/102473\/"},"modified":"2026-04-14T17:13:08","modified_gmt":"2026-04-14T17:13:08","slug":"champagner-index-2026-ein-vorsichtiger-schluck-optimismus-in-der-chefetage-leadersnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/102473\/","title":{"rendered":"Champagner-Index 2026 &#8211; Ein vorsichtiger Schluck Optimismus in der Chefetage \u00bb Leadersnet"},"content":{"rendered":"<p>\n\t\t\t|\u00a0Tobias Seifried\u00a0\n\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t|<br \/>\n\t\t\t\t\t14.04.2026\t\t\t<\/p>\n<p>Die vierte Auflage des &#8222;Champagner-Index&#8220; liefert ein ambivalentes Bild der heimischen Konjunktur. W\u00e4hrend die Wirtschaft vorsichtige Zeichen der Erholung zeigt, bleibt die Bev\u00f6lkerung skeptisch.<\/p>\n<p>In den geschichtstr\u00e4chtigen Kellerwelten von Schlumberger wurden am Dienstag die Ergebnisse des sogenannten Champagner-Index pr\u00e4sentiert. Bereits zum vierten Mal in Folge analysierte Marketagent in Kooperation mit dem\u00a0Public Relations Verband Austria (PRVA) mittels impliziter und metaphorischer Fragestellungen die wirtschaftliche Befindlichkeit der Nation. Die aktuelle Untersuchung zeigt, dass die Stimmung unter den \u00f6sterreichischen Unternehmen eine leichte Aufhellung erf\u00e4hrt.\u00a0<\/p>\n<p>So kletterte der Champagner-Index, der den metaphorischen F\u00fcllstand der Wirtschaftslage misst, im ersten Quartal 2026 auf 46,7 Prozent. Zwar stelle dies eine Steigerung gegen\u00fcber dem Vorjahreswert von 41,5 Prozent (<a href=\"https:\/\/www.leadersnet.at\/news\/89427,in-der-wirtschaft-herrscht-katerstimmung-statt-champagnerlaune.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">LEADERSNET berichtete<\/a>) dar, doch verweile die Einsch\u00e4tzung nach wie vor deutlich unter dem Niveau der Jahre 2023 und 2024. &#8222;Das Champagnerglas der \u00f6sterreichischen Wirtschaft ist zwar wieder etwas voller geworden, wirklich zum Ansto\u00dfen reicht es aber noch nicht&#8220;, konstatiert Thomas Schwabl, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Marketagent. Die Unternehmen s\u00e4hen zwar erste Lichtblicke, doch von einer echten Aufbruchsstimmung k\u00f6nne derzeit keine Rede sein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/champager-index-2026-unternehmen-c-marketagent.jpg\" alt=\"Champagner-Index 2026\" width=\"800\" height=\"471\"\/>\u00a9 Marketagent<\/p>\n<p>Bev\u00f6lkerung deutlich skeptischer<\/p>\n<p>Im krassen Gegensatz dazu steht das Stimmungsbild der \u00f6sterreichischen Bev\u00f6lkerung. Mit einem Indexwert von lediglich 35,6 Prozent bewerten die Konsument:innen die \u00f6konomische Lage weitaus kritischer als die Business-Insider:innen. Diese Diskrepanz sei vor allem auf die anhaltend sp\u00fcrbaren Folgen der Inflation und die steigenden Lebenshaltungskosten zur\u00fcckzuf\u00fchren, die viele Haushalte zu einer Anpassung ihrer Ausgaben zw\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Besonders besorgniserregend erweise sich der Blick auf den Arbeitsmarkt: Sahen im Jahr 2023 noch \u00fcber 50 Prozent der Menschen ihre Arbeitspl\u00e4tze als sicher an, ist dieser Wert bis heute auf 26,6 Prozent eingebrochen. Damit einhergehend zweifelten immer mehr B\u00fcrger:innen daran, dass sich Erwerbsarbeit finanziell noch ausreichend lohne, was laut der Studie ein deutliches Signal an die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik darstelle.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/champager-index-2026-c-marketagent.jpg\" alt=\"Champagner-Index 2026\" width=\"800\" height=\"480\"\/>\u00a9 Marketagent<\/p>\n<p>Schweizer:innen sind optimistischer<\/p>\n<p>Auch der Blick \u00fcber die Grenzen offenbart ein Gef\u00e4lle. Die Schweizer Nachbar:innen pr\u00e4sentieren sich mit einem F\u00fcllstand von 62,7 Prozent im metaphorischen Glas zwar wesentlich zuversichtlicher als die heimische Wirtschaft, verloren jedoch im Vergleich zum Vorjahr merklich an Optimismus. Innerhalb der \u00f6sterreichischen Betriebe selbst macht sich ebenfalls eine wachsende Vorsicht breit. Die erwartete Unternehmensperformance f\u00fcr die kommenden zw\u00f6lf Monate wird mit 26,6 Prozent zur\u00fcckhaltender eingesch\u00e4tzt als in den Vorjahren. Auch die Loyalit\u00e4t zum eigenen Arbeitgeber in Form von Investitionsbereitschaft sinkt: Lediglich 67,2 Prozent der Befragten w\u00fcrden aktuell Aktien des eigenen Unternehmens erwerben, nachdem dieser Wert im Vorjahr noch bei 78,2 Prozent gelegen hatte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/champager-index-2026-at-ch-c-marketagent.jpg\" alt=\"Champagner-Index 2026\" width=\"800\" height=\"476\"\/>\u00a9 Marketagent<\/p>\n<p>Lebenszufriedenheit sinkt<\/p>\n<p>Die allgemeine Verunsicherung schl\u00e4gt sich schlussendlich auch in der pers\u00f6nlichen Lebenszufriedenheit nieder, die einen langfristigen Abw\u00e4rtstrend verzeichnet. Gaben im Jahr 2012 noch \u00fcber 84 Prozent der Befragten an, sehr oder eher zufrieden zu sein, sank dieser Anteil bis zum heurigen Februar auf 63,8 Prozent.<\/p>\n<p>Schwabl f\u00fchrt dies darauf zur\u00fcck, dass die wirtschaftliche Vorsicht der Konsument:innen weiterhin \u00fcberwiege und viele Menschen eine weitere Verschlechterung ihrer finanziellen Situation bef\u00fcrchteten. Selbst technologische Innovationen wie die k\u00fcnstliche Intelligenz werden zunehmend ambivalent betrachtet: Der Anteil jener, die darin vorrangig eine Chance sehen, fiel von knapp 43 Prozent im Sp\u00e4tsommer 2025 auf aktuell 35,5 Prozent zur\u00fcck, w\u00e4hrend fast 40 Prozent der Bev\u00f6lkerung prim\u00e4r die damit verbundenen Risiken fokussieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.marketagent.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.marketagent.com<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/prva.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.prva.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"|\u00a0Tobias Seifried\u00a0 | 14.04.2026 Die vierte Auflage des &#8222;Champagner-Index&#8220; liefert ein ambivalentes Bild der heimischen Konjunktur. 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